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Lörick
Die Hockey-Jugend B des DHC will Triumphzug fortsetzen

Lörick. In jeder freien Minute spielt Linus Müller Hockey. Ein Tag ohne Sport ist für den Hockeyspieler des Düsseldorfer HC langweilig und verloren. Und so begibt er sich montags, an seinem einzigen trainings- und spielfreien Tag der Woche, auch noch auf seine Joggingstrecke. In der Familie trifft er mit seinem Enthusiasmus für den Sport auf volles Verständnis, schließlich ist seine Mutter selbst aktive Hockeyspielerin - heute bei den dritten Damen des DHC, früher in der Bundesliga. Von Falk Janning

Linus Müller ist 15 Jahre jung, Innenverteidiger der männlichen Jugend B des DHC und der Nationalmannschaft. Mit drei Jahren begann er das Hockeyspiel. In den vergangenen zwölf Jahren hat der Elftklässler des Mataré-Gymnasiums in Büderich mit seiner Mannschaft eine Menge Titel geholt, darunter drei Deutsche Meisterschaften. In vier Wochen soll nun möglichst der vierte dazukommen. Die Voraussetzungen dafür haben er und seine Kameraden auf westdeutscher Ebene geschaffen: Als Meister haben sie sich für die Zwischenrunde qualifiziert, die am 17. und 18. Oktober auf eigenem Platz ausgetragen wird. Wenn sie auch diese Hürde packen, stehen sie eine Woche später in der Runde der letzten Vier.

Selbstverständlich sind die Erfolge nicht. Für den 14-maligen Nachwuchs-Nationalspieler sind sie vor allem das Ergebnis des Teamzusammenhaltes. "Meine Mannschaft ist ein großer Freundeskreis, da ist jeder für jeden da", sagt der 15-Jährige. Und das sei keine leere Floskel. Wie gut Teamgeist, Kameradschaft und Freundschaft in dem Team sind, zeigte sich eindrucksvoll auf dem Weg zum Titel.

Nach dem grandiosen 13:0-Halbfinalsieg gegen den Marienburger SC lag der DHC im Endspiel um die Westdeutsche Meisterschaft gegen Uhlenhorst Mülheim bereits nach wenigen Minuten mit 0:3 zurück. Doch die jungen Düsseldorfer ließen sich davon nicht beeindrucken und kamen immer besser ins Spiel. Finn Duetz, Masi Pfandt und Emil Schaefer per Siebenmeter erzielten die Treffer zum 3:3. Schließlich gelang Masi Pfand acht Minuten vor der Schlusssirene sogar noch der erlösende 4:3-Siegestreffer. "Wir haben schon sehr oft gezeigt, zu was wir mit unserer Mannschaft in der Lage sind. Wir können gegen jeden Gegner auch hohe Rückstände aufholen und gewinnen", sagt Linus Müller.

Nach der Schlusssirene feierten er und seine Kameraden mit Trainer Karol Podzorski ausgelassen den Titelgewinn. Sie sicherten sich dadurch das Heimrecht für die Ausrichtung der deutschen Zwischenrunde, bei der sie ihren Triumphzug fortsetzen wollen, der sie in ein paar Jahren dann auf die ganz große Bühne bringen soll.

Quelle: RP
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