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Lörick/Heerdt
Eine neue Straße für Lörick

Lörick/Heerdt: Eine neue Straße für Lörick
Künftig können die Autofahrer geradeaus, entlang der Schienen, weiterfahren. Der Schlenker links, rechts zur Böhlerstraße entfällt. FOTO: Andreas Endermann
Lörick/Heerdt. Die vierarmige Kreuzung Hansallee, Löricker und Schiessstraße wird umgebaut mit dem Ziel, den Knotenpunkt zu entlasten. Der heutige Schlenker über die Bahngleise Richtung Böhlerstraße wird verlegt. Von Heide-Ines Willner

Die Haltestelle "Löricker Straße" wird barrierefrei umgebaut. Im Zuge der umfangreichen Bauarbeiten wird der gesamte Kreuzungsbereich neu gestaltet. Künftig müssen die Autofahrer aus Richtung Oberkassel nicht mehr von der einen, auf die andere Seite der Hansaallee wechseln, sondern können über die Löricker Straße geradeaus weiter fahren. Nach etwa 80 Metern werden sie über eine neue, signalgesteuerte Gleisüberfahrt wieder zur Hansaallee, Richtung Böhlerstraße, zurückgeführt. Der jetzige Schlenker über die Gleise im Kreuzungsbereich entfällt, womit der Verkehr an dieser Stelle entzerrt wird. Denn heute ist der Scheitelpunkt der Kreuzung ein Nadelöhr, Autofahrer blockieren sich zu Stoßzeiten gegenseitig. Ein weiterer Vorteil des Umbaus: Es gibt keinen Gegenverkehr mehr für diejenigen, die aus Richtung Böhlerstraße nach Oberkassel, Heerdt oder Lörick wollen. Die heutigen zwei Fahrspuren sind nach dem Umbau den Rechts- und Linksabbiegern wie auch den Geradeausfahrern vorbehalten. Die Fußgängerüberwege werden mit taktilen Elementen und akustischen Signalen ausgestattet, die Gleisquerungen aus Sicherheitsgründen verschränkt angelegt. Und der bestehende Radweg wird auf der neuen Fahrbahn in Richtung Westen fortgeführt.

Die linksrheinischen Bezirksvertreter können zufrieden sein, denn ihr einhelliger Wunsch nach einer Verkehrsentlastung an dieser Stelle wird erfüllt. Die CDU, die angeregt hatte, den Verkehr nicht mehr in einem Slalom über die Kreuzung zu schleusen, beschäftigte die Frage, ob der Zugang zur Kleingartenanlage gesichert sei und ob die Parkplätze auf dem Seitenstreifen der Hansaallee (Forum Oberkassel) bestehen bleiben. "Ohne Opfer geht es nicht", so Verkehrsplaner Niclas Graw. "Einige Parkplätze an der Mündung Hansaallee/Schiessstraße fallen weg. Der Stichweg zur Wohnanlage und auch zu den Kleingärten bleibt." Die SPD legt Wert darauf, die Ampelanlage am Zugang zu den Gleisen zu optimieren. Graw: "Die Bahnen bekommen Vorrang." Den Grünen ging es um die Bäume, denn auch für den neuen Hochbahnsteig müssen neun satzungsgeschützte Gehölze gefällt werden. "Dem Bau der neuen Fahrbahn steht leider eine Kastanie im Wege", so Graw. "Nach Abschluss der Bauarbeiten sei es aber möglich, etwa an der gleichen Stelle einen neuen Baum zu pflanzen. "Das Stadtbild wird damit wieder hergestellt." Allerdings wohl nicht mit einer Kastanie, weil sie für Pilzerkrankungen anfällig sei. Es werde aber zu gegebener Zeit eine geeignete Baumart ausgesucht.

Ohne die Absicht, die Haltestelle "Löricker Straße" barrierefrei umzurüsten, wäre der Umbau der Kreuzung nicht so schnell auf den Weg gebracht worden. Im August hatten die Stadtteilpolitiker die Gunst der Stunde genutzt, als ihnen der Plan für den vierten Hochbahnsteig auf der Hansaallee vorgestellt wurde. In diesem Zusammenhang regten sie an, die Verkehrswege an der Kreuzung neu zu ordnen. Denn die heute versetzt angelegten Haltestellen - eine vor der Schiess-/Löricker Straße und eine dahinter - sollen für den Hochbahnsteig parallel angelegt werden. Dadurch kann der zurzeit noch in Betrieb befindliche Bahnsteig auf der westlichen Seite (Fahrtrichtung Krefeld) abgerissen werden. Die Fläche wird für den neuen Verkehrsweg genutzt.

Quelle: RP
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