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Lörick
Grimmke-Haus feiert mit seinem Gründer

Lörick. Karl-Josef Keil, damals Geschäftsführer der Awo, gründete vor 20 Jahren das Ernst-und-Berta-Grimmke-Haus. Sein80. Geburtstag und der runde Jahrestag des Hauses wurden gemeinsam gewürdigt. Von Heide-Ines Willner

Vor 27 Jahren bekam Karl-Josef Keil, kurz "Kajo" genannt, einen ungewöhnlichen Anruf aus Hamburg. Am Apparat war ein Vertreter der Ernst-und-Berta-Grimmke-Stiftung, der ihn als Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (Awo) fragte, ob er sich vorstellen könnte, in Düsseldorf ein Awo-Pflegeheim zu gründen. Er konnte es und legte 1994 den Grundstein für das Ernst- und Berta-Grimmke-Haus am Niederkasseler Lohweg. Zwei Jahre später, 1996, wurde es von der damaligen Oberbürgermeisterin Marlies Smeets eröffnet und die ersten Bewohner zogen ein. Jetzt, 20 Jahre danach, wurde der runde Jahrestag des Hauses gemeinsam mit dem 80. Geburtstag des Gründers und heutigen Awo-Kreisvorsitzenden gefeiert. Alles, was in der Stadt und im Stadtbezirk Rang und Namen hat, gehörte zu den Gratulanten des Doppelgeburtstags.

Awo-Kreisgeschäftsführer Michael Kipshagen begrüßte die Gäste, darunter Oberbürgermeister Thomas Geisel, der allerdings nur mal kurz hereinschaute, bevor er zum nächsten Termin eilte. Bürgermeister Günther Karen-Jungen hielt die Laudatio für den Jubilar, der seine politische Laufbahn als Betriebsrat bei der Rheinmetall AG begann. Es bedarf eines langen Atems, all seine beruflichen und ehrenamtlichen Aufgaben zu nennen. Nur ein kleiner Auszug: Seit 1969 ist Keil Mitglied der SPD, seit 1975 gehört er zur Awo Düsseldorf und 34 Jahre lang war der gebürtige Düsseldorfer Ratsmitglied der SPD. Für seine Verdienste wurde er vielfach ausgezeichnet. Typisch für ihn, dass er sich an seinem Ehrentag nicht nur beschenken ließ, sondern im Gegenzug den "Buschmäusen" für ihre Kita eine Spende übergab.

Für Auflockerung sorgte eine von der Einrichtung initiierte "Farbtupfen-Aktion". Jeder Gast konnte einen Farbklecks auf die von der Löricker Künstlerin und Düsseldorfer Förderpreisträgerin Ulrike Holthöfer geschaffene Skulptur "Helping Hands" (helfende Hände) setzen. Der Rohling stellt eine am Boden liegende Person dar, über die sich eine andere helfend beugt. "Ein Zeichen und Symbol für das Ernst- und Berta-Grimmke-Haus", sagte die Künstlerin. "Denn hier wird den Menschen doch auch geholfen." Während des gesamten Festaktes banden angehende Floristinnen des Awo-Berufsbildungszentrums unermüdlich kleine Sträuße aus frischen Blumen für die Gäste.

Der Doppelgeburtstag, der zusammengezählt auch noch die Zahl 100 ergibt, läutete eine neue Epoche für das Ernst-und-Berta-Grimmke-Haus ein. Denn noch in diesem Jahr soll das Haus um einen Anbau erweitert werden. "Wir müssen ab 2018 eine 80-prozentige Einzelzimmerquote vorweisen", erklärte Knipshagen und Jürgen Jansen, Geschäftsführer vom Träger der "Awo Vita gGmbH" ergänzte: "Diese Vorgabe und auch neue moderne Formen der Pflege sowie Betreuung haben uns bewogen, das Haus zu überplanen." Gleichzeitig gab Jansen ein ehrgeiziges Ziel vor: "Wir bemühen uns, die Quote zu 100 Prozent erfüllen." Denn trotz des wachsenden Bedarfs werde es zunehmend schwieriger, die Doppelzimmer zu belegen, was sich negativ auf die Auslastung und damit auf die Wirtschaftlichkeit auswirke. Ein Bauantrag sei gemäß der Voranfrage gestellt worden und bereits im Verfahren.

Einziger Wermutstropfen: Für den Neubau muss ein Teil des Gartens geopfert werden.

Quelle: RP
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