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Lörick
Löricker Bürger wollen anderen Eingang fürs "Flüchtlingsdorf"

Lörick. Die Stimmung hat sich gedreht. Gab es zuletzt beim Bürgerforum mit Düsseldorfs Flüchtlingsbeauftragten Miriam Koch noch große Bedenken zum geplanten "Flüchtlingsdorf" an der Oberlöricker Straße, so zeigten sich die Löricker am Dienstagabend in der Philippuskirche kooperativ. Trotzdem brennt ihnen einiges auf den Nägeln. Zum Beispiel: Der viele Verkehr und das hohe Tempo auf der Oberlöricker Straße, denn dort liegen Aus- und Eingang der umzäunten Unterkunft. "Die Autofahrer sind mit 60 bis 80 kmh unterwegs und einen Bürgersteig gibt es auch nicht", so das Echo besorgter Bürger. "Die Straße ist lebensgefährlich, deshalb begleiten wir täglich unsere Kinder zur Schule und zur Kita." Vorgeschlagen wurde, den Eingang nach hinten, Richtung Elfgenweg zu verlegen. Das sei überdies auch viel preiswerter, als einen Zebrastreifen über die Oberlöricker Straße anzulegen, um die Menschen zur Bushaltestelle auf der anderen Straßenseite zu lotsen. Ein Schotterweg zum Elfgenweg genüge und die Bewohner seien nicht gefährdet. Birgit Lilienbecker (Amt für Gebäudemanagement), die das Architekten-Konzept per Powerpoint vorstellte, erklärte dazu: "Dort befindet sich ein Wäldchen" das vom Gartenamt als Biotop eingestuft wurde und erhalten werden soll." Damit gaben sich die Löricker nicht zufrieden. Paul Adams und auch andere Ortskundige entgegneten: "Es ist kein Wäldchen, sondern Wildwuchs, auf den leicht verzichtet werden kann." An die Stadt wurde appelliert, die Verantwortung für die Unterkunft nicht an der Umzäunung abzugeben. "Sie sollte weiterdenken." Darüber hinaus wunderten sich einige Löricker, warum die gesamte Anlage auf dem insgesamt 18.000 Quadratmeter großen Grundstück Richtung Tennisplätze geschoben wird und so ein großer Teil unbebaut bleibt. "Die Fläche ist für eine Kita vorgesehen", klärte Miriam Koch auf.

Zu teuer fanden auch einige Löricker die hohen Kosten von 17 Millionen Euro für die fünf Gebäude in Holzrahmenbauweise mit Pförtnerhaus. Miriam Koch: "Das ist auf fünf Jahre gerechnet finanziell günstiger, als die Menschen in Hotels unterzubringen. "Das würde 1000 Euro pro Kopf und Monat kosten." Zum Zeitplan, wann mit dem Aufbau begonnen wird, konnte sie keine genauen Angaben machen. "Wir werden schrittweise bauen und die fertigen Module auch gleich belegen." Sie rechne im vierten Quartal damit. Ein Bauantrag werde erstellt und in der Bezirksvertretung vorstellt.

(hiw)
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