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Düsseldorf
Neue Ideen für das Strandbad Lörick

So gut sind die Freibäder in Düsseldorf
So gut sind die Freibäder in Düsseldorf FOTO: Bretz, Andreas
Lörick. Die Studenten von Architektur-Professor David Vaner haben in ihren Abschlussarbeiten Konzepte für das Areal entwickelt, auf dem das Strandbad untergebracht ist. Herausgekommen sind spannende Ideen. Von Semiha Ünlü und Hans-Jürgen Bauer (Fotos)

Zufrieden schaut sich Architektur-Professor David Vaner die Modelle und Konzepte seiner Studenten an. Jeder von ihnen habe andere Ansätze gefunden, um sein Thema für die Abschlussarbeiten - am Strandbad Lörick ein Sport-und Freizeitbad zu bauen, damit das idyllische Areal auch im Winter von Düsseldorfern genutzt werden kann - umzusetzen. Da ist zum Beispiel die Arbeit von Miriam Neukirchen, die ein Gebäude entworfen hat, das stufenartig - "abgetreppt", wie sie es beschreibt - angelegt ist und am Ende 15 Meter hoch ist und damit einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt bietet. Das Gebäude ist so angelegt, "dass es die Liegewiese nicht überschattet", teilt sich in drei Bereiche (Sport, Freizeit, Wellness), ist ausgestattet (unter anderem) mit Planschbecken für Kinder und Whirlpools. Im Sommer sollen geöffnete Fassadenklappen eine Überhitzung im Bad verhindern, im Winter sollen die Klappen wiederum den Wärmeschutz erhöhen.

Elf lange Wochen haben sich mehrere Studenten des Fachbereichs Architektur an der Hochschule Düsseldorf damit beschäftigt, wie man dafür sorgen könnte, dass der "Paradiesstrand" nicht nur im Sommer, sondern auch in den kalten Monaten für Besucher attraktiv sein könnte. Bis Samstag zeigen sie mit anderen Absolventen ihre Arbeiten, von denen sich viele mit realen und lokalen Fragen und Projekten beschäftigen.

Professor David Vaner (hier mit einem Modell von Absolventin Miriam Neukirchen) stellte seinen Studenten die Aufgabe, das Strandbad Lörick um ein Sport- und Freizeitbad zu erweitern, damit das idyllische Areal auch im Winter attraktiv ist. FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Darunter ist Michelle Kapousouzoglou, der der Stolz ins Gesicht geschrieben steht, als sie ihre Abschlussarbeit, die sie bei Professor Robert Niess gemacht hat, vorstellt. Sie hat sich mit der Frage beschäftigt, wie ein Ausstellungsgebäude für das 2009 bei Deichsanierungsarbeiten in Kaiserswerth gefundene Plattbodenschiff aus dem 18. Jahrhundert aussehen könnte. "Ich habe lange gebraucht, um einen Ansatz zu finden", sagt Kapousouzoglou. Am Ende hat es dann aber geklappt. Ihr Museum ist für ein reales, dreieckiges Areal in Kaiserswerth konzipiert und hat zwei Geschosse: Im Erdgeschoss sind unter anderem Besucher-Kasse und ein Café geplant, im Obergeschoss wird das historische Schiff präsentiert, unter Fenstern, die für viel Tageslicht sorgen.

Mit einem Düsseldorfer Projekt hat sich auch Michelle Kapousouzoglou beschäftigt, hat ein Museum für ein Plattbodenschiff in Kaiserswerth entworfen. FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Die Idee für das Thema sei in Kaiserswerth entstanden, sagt Niess. Bei einem Rundgang zu einem anderen Hochschulprojekt sei er von Anwohnern auf das Plattbodenschiff angesprochen worden, was er als Thema für seine Bachelor-Studenten geeignet fand, weil das kleine Museum mit gut 610 Quadratmetern zum Beispiel überschaubar ist.

Trotz der realen Bedingungen für die Projekte - es wurden zum Beispiel reale Standorte benannt, die sich die Studenten genau ansahen -, seien die Arbeiten nicht darauf ausgelegt, umgesetzt zu werden, sagt Professor Manfred Morlock. "Doch sie können interessante Denkprozesse in der Stadt anstoßen", meint der Architektur-Professor.

Hitzewelle: Ansturm auf Düsseldorfs Bäder und Seen FOTO: Hans-Juergen Bauer
Quelle: RP
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