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Lörick
Neues Quartier für die Hansaallee

Lörick: Neues Quartier für die Hansaallee
Für das markierte Feld soll ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Oben der Niederkasseler Lohweg, rechts die Ambossstraße. FOTO: Stadt
Lörick. Die linksrheinischen Bezirksvertreter akzeptierten das Konzept für ein neues Wohngebiet in Lörick. Geplant sind 224 Wohnungen, zunächst können 149 realisiert werden. Grünfläche und Spielplatz bleiben für alle offen. Von Heide-Ines Willner

Die alten Häuser der Rheinbahn an der Hansaallee sind nun endgültig verschwunden. Das Grundstück ist leergeräumt und wird in einem ersten Bauabschnitt mit 46 Mietwohnungen bebaut, 14 davon werden öffentlich gefördert. Nicht die einzige Veränderung, die für die Hansaallee zu erwarten ist. Denn nun geht es um das Areal zwischen Hansaallee/Niederkasseler Lohweg und einem Teil am Eingang zur Ambossstraße. Für das Gebiet, das teils der Stadt und teils einem privaten Investor gehört und mit bis zu dreigeschossigen Häusern aus den 1950er und 1970er Jahren bebaut ist, wird ein Bebauungsplan (B-Plan) aufgestellt (Die Bebauung an der Sportstraße gehört nicht dazu).

Ziel ist es, dem "Handlungskonzept Wohnen" gemäß, Baurecht für ein neues innerstädtisches Wohnquartier mit Tiefgaragen zu schaffen. Angestrebt werden 224 Wohnungen, davon könnten etwa 149 in absehbarer Zeit realisiert werden. 75 Wohnungen entfallen auf einen privaten Investor. Laut Verwaltung sei mit ihm vereinbart worden, 20 Prozent der geplanten Einheiten im öffentlich geförderten Mietwohnungsbau und 20 Prozent preisgedämpft zu realisieren (zehn Euro pro Quadratmeter). Die verbleibenden Wohneinheiten auf den Grundstücken des Investors werden frei finanziert errichtet. Die öffentliche Grünfläche mit Kinderspielplatz im Innenbereich des Baublocks wird in die Planung aufgenommen.

Versichert wird, dass die heutigen Mieter der Altbauten in die neuen geförderten Wohnungen einziehen können. Einige der Wohnungen standen schon eine Weile leer, so dass dort derzeit Flüchtlinge vorübergehend untergebracht sind. Es handelt sich um Familien, die nach dem Brand in ihrer Unterkunft an der Schanzenstraße ihre Bleibe verloren haben.

Der neue B-Plan sieht vor, entlang der Hansaallee überwiegend L-förmige Gebäude mit bis zu fünf Geschossen zu errichten. Im Kreuzungsbereich Hansaallee/Niederkasseler Lohweg sollen die Gebäude als sechsgeschossige städtebauliche Raumkante ausgebildet werden. Auch am Niederkasseler Lohweg sind weitere Häuser in L-Form vorgesehen. Die Gebäudeteile, die in den Blockinnenbereich ragen, sollen maximal fünf Geschosse bekommen, die gestaffelt werden, um Dachterrassen zu ermöglichen.

Die linksrheinischen Bezirksvertreter akzeptierten den Entwurf mit Ausnahme der Linken. Georg Blanchard betonte aber, dass er zwar das Konzept des B-Plans ablehne, nicht aber das "Handlungskonzept Wohnen". Der SPD war wichtig, dass das bestehende Gehrecht zur Grünfläche bleibe und der Spielplatz auch von der Hansaallee zugänglich gemacht werde. Die CDU lobte den B-Plan-Entwurf, weil er zusätzlichen Wohnraum schaffe. Dem stimmten auch die Grünen zu. Angeregt hatten sie, dass der Investor auf einen eigenen Spielplatz verzichten und dafür den Ausbau des vorhandenen Spielplatzes unterstützen möge.

Die Verwaltung hat das geprüft und mitgeteilt, dass dies bereits mit dem Investor vereinbart worden sei. So werden die Gebäudeblöcke an verschiedenen Stellen geöffnet, auch zum Vorteil der Bewohner. Weiter regten die Grünen an, dass an den Frontseiten der Gebäude Bäume gepflanzt werden sollten. Markus Loh (Grüne): "Das wurde auch von den Bürgern bei der Öffentlichkeitsbeteiligung für den B-Plan gewünscht."

Quelle: RP
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