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Ludenberg
Bäume im Park der Villa Sohl gefällt

Ludenberg. Die Villa Sohl am Gartenkamp steht schon lange leer. Der in der Nachbetrachtung höchst umstrittene ehemalige Thyssen-Vorstandsvorsitzende Hans-Günther Sohl starb 1989, seine Witwe vor mehr als zehn Jahren. Seitdem verwildert auch der denkmalgeschützte Park zusehends. Vor etwas mehr als einem Jahr wurde bekannt, dass ein Investor, der Projektentwickler Lanzerath aus Grafschaft in der Nähe von Bonn, das 40.000 Quadratmeter große Grundstück erworben hat und dort auf gut 6000 Quadratmetern Wohnhäuser bauen will. Der Park soll jedoch auf jeden Fall erhalten und langfristig auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Der sieht jedoch spätestens seit Pfingststurm Ela ziemlich verwildert und mitgenommen aus. Als dann noch Orkan Friederike im Januar durch NRW wütete, war das für den einen oder anderen alten Baum zu viel. Die Grünen stellten für die letzte Sitzung der Bezirksvertretung 7 nach besorgten Meldungen aus der Nachbarschaft die Eilanfrage, was es denn mit dem rätselhaften "Baumsterben" auf sich habe, täglich würden uralte Bäume einfach "umfallen".

Beantwortet wurde diese wegen eines Formfehlers nicht (es hätte schon ein "Eilantrag" sein müssen). Als dann aber auch noch Anlieger von Baggertätigkeiten auf dem Gelände berichteten, rückte die Verwaltung doch mit der Sprache raus: Es habe lediglich Baumfällungen gegeben, die nach Sturm Friederike wegen der Verkehrssicherungspflicht notwendig gewesen seien.

(arc)
 
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