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Ludenberg
Entdeckungstour durch den Wildpark

Ludenberg. Die vorerst letzte Aktion von "Jugend lädt ein" führte am Wochenende auf das Ludenberger Areal. Von Maximilian Krone

Nicht mal fünf Minuten dauert es, bis Jörg Allenstein zum ersten Mal stoppt. Am Rand eines Waldweges entdeckt er Brombeerblätter, die die meisten Teilnehmer der Wanderung von "Jugend lädt ein" durch den Wildpark zunächst als Unkraut abgetan hatten. "Daraus lässt sich ein prima Tee herstellen", erklärt der Umweltpädagoge. Direkt daneben: ein Kraut, das wie Minze aussieht. Der Geschmackstest belehrt die Gruppe dann aber eines Besseren. "Das schmeckt nach Knoblauch", sagt Lilli, die jüngste Teilnehmer der Tour.

Besser nicht probieren sollte man hingegen den Aronstab. "Der ist für Menschen als auch für Tiere giftig. Mücken allerdings lieben den Geruch der Pflanze, die für sie den betörenden Duft nach Urin verströmt", erklärt Allenstein und steuert die Gruppe dann in den Wald hinein.

Auf einer Lichtung hat der Umweltpädagoge das größte Lebewesen der Welt entdeckt, was bei der Gruppe für Verwunderung sorgt. "Ich sehe nichts", sagt einer der Teilnehmer. Und tatsächlich sind weit und breit keine Tiere zu sehen und auch die Bäume sind nicht sonderlich groß. "Wir alle stehen gerade darauf", sagt Allenstein. Gemeint sind Pilze, die sich unter der Erde über mehrere Quadratkilometer ausbreiten können, erklärt er.

Eines der Höhepunkte der Tour war für die Teilnehmer aber ein Kleiber, den Allenstein mit einem Handy anlockte. "Der Vogel hört das und denkt, dass ich auch ein Männchen bin." Nach dem Abstecher in den Wald geht es dann in Richtung Wildgehege. Dort haben die Hirsche gerade ihr Geweih abgeworfen, für die Gruppe ein ungewohnter Anblick. Auch das Raubtiergehege sorgt besonders bei den jüngeren Teilnehmern für große Augen. Nach mehreren Stunden im Wildpark endet die Tour dann mit der Fütterung von Wildschweinen.

Die Führung war die letzte Aktion der Reihe "Jugend lädt ein". Organisiert wurde sie von der Katholischen Jugend im Stadtteil Gerresheim. Zuvor ging es für Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 15 Jahren unter anderem schon zum Musikworkshop. "Wir treffen uns aber zeitnah schon wieder und planen dann weitere Aktionen", versprach Mark Pietrzyk. Er ist einer der Jugendbetreuer, die die Gruppe begleitet.

Quelle: RP
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