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Ludenberg
Flüchtlinge pflanzen Gemüse in Hochbeeten an

Ludenberg. Mit aller Kraft hebt die achtjährige Gorgena die grüne Gießkanne hoch und befeuchtet die frisch aufgeschichtete Erde im Hochbeet. Jetzt ist es endlich so weit: Es kann angepflanzt werden. Viele Bewohner der Flüchtlingsunterkunft Blanckertzstraße tummeln sich um das Beet. Sie alle wollen helfen, die vielen Gemüsepflanzen und Zierblumen einzusetzen.

Die Idee zu der Pflanzaktion kam den Grünen. Gemeinsam mit der Bürgerstiftung Gerricus und den ehrenamtlichen Helfern in der Unterkunft haben sie das Projekt ins Leben gerufen. "Die Beete sollen die Anlage verschönern. Außerdem können die Bewohner so auch selbst ein bisschen gärtnern", sagt Maria Icking, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin im Stadtbezirk 7. Sie freut sich, dass die Aktion von so vielen unterstützt wird. "Zum Aussäen ist es jetzt schon zu spät, deshalb sind wir dankbar für die gespendeten Jungpflanzen."

Gorgena ist stolz, dass helfen kann. Vorsichtig nimmt sie die kleinen Möhren aus den Plastiktöpfen und setzt sie in die Erde. Dann ist der Salat dran. Zwischendurch albert sie mit den anderen Kindern herum. In ihrer Heimat im Irak hat die Schülerin auch schon im Garten mitgeholfen. "Da haben wir eigene Tomaten geerntet", erzählt sie. Damit die Flüchtlinge auch lange Spaß an ihren Blumen und dem Gemüse haben, ist Renate Schmidt bei der Pflanzaktion dabei. Die ehrenamtliche Kompostberaterin von der Awista weiß genau, wie Hochbeete angelegt werden müssen. "Wenn man regelmäßig Erde nachlegt, hält sich so ein Beet mehrere Jahre lang."

Auch die restlichen Flüchtlingsunterkünfte im Stadtbezirk sollen nach und nach begrünt werden, als nächstes ist die Einrichtung an der Karlsbader Straße an der Reihe. Außerdem ist geplant, flache Beete vor den Wohncontainern zu errichten.

(sdt)
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