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Mörsenbroich/Rath
Ein Platz mit vielen Möglichkeiten

Mörsenbroich/Rath: Ein Platz mit vielen Möglichkeiten
Nest (zwölf Jahre, l.) und Bajram (neun Jahre) spielen auf dem neu gestalteten Karl-Röttger-Platz vor dem Jungen Schauspielhaus Ball. FOTO: Bernd Schaller
Mörsenbroich/Rath. Mit einem Fest wird der umgestaltete Vorplatz des Jungen Schauspielhauses und der neue Bolzplatz am Grenzgraben des Rather Broichs eingeweiht. Beides wurde mit Fördergeldern ermöglicht. Von Julia Brabeck

Oberbürgermeister Thomas Geisel wird bei einem Fest am 9. Mai den Karl-Röttger-Platz am Jungen Schauspielhaus offiziell der Öffentlichkeit übergeben und gleichzeitig auch den neuen Bolzplatz am Grenzgraben des Rather Broichs eröffnen. Die Gestaltung der Anlagen wurde gemeinsam von Nachbarn, Vertretern von Polizei, Jugendamt, Schauspielhaus und der Jugendfreizeiteinrichtung erarbeitet.

In der Mitte des Vorplatzes vor dem Jungen Schauspielhaus wurde in den vergangenen Monaten ein Oval angelegt. Dieses soll bei Darbietungen des Theaters als Aktionsfläche, aber auch als Mittelpunkt des Quartiers dienen. An das Oval wurde der vorhandene Container des Kulturzentrums der Generationen angegliedert, dessen Fassade als Kulisse für Aufführungen oder als Fläche für Aktionen genutzt werden kann.

Ein Lichtmast mit Einzelspots wird für eine gute Ausleuchtung des Platzes sorgen. "Wir sind froh, dass das Junge Schauspielhaus nun eine neue Outdoor-Bühne hat. Das ist ein toller Rummel- und Tummelplatz, ein Ort der Begegnung", sagt Christof Seeger-Zurmühlen, Leiter des Jungen Schauspielhauses. Geplant ist auch noch, auf dem Platz große bunte und sehr stabile Sitzskulpturen aufzustellen, die flexibel umgesetzt werden können. Ein grüner Paravent aus neun Spalierbäumen wird, wenn die Bäume etwas größer geworden sind, für Lärm- und Sichtschutz sorgen. Hinzu kommen noch in den Boden eingelassene Hülsen für das Aufstellen von Sonnenschirmen. Damit könnte beispielsweise die Gastronomie des Theaters bei schönem Wetter auch auf den Platz verlegt werden. Neu gestaltet wird noch der Übergang zum Spielplatz in der Schwietzkestraße. Dieser Teil der verkehrsberuhigten Straße soll mit Farbmarkierungen deutlich als Bewegungsraum für Kinder hervorgehoben werden.

Rund 250 000 Euro hat die Umgestaltung gekostet. 500 000 Euro wurden zusätzlich in den neuen Bolzplatz und dessen Umfeld investiert. Dort waren die Arbeiten recht aufwendig, da der Sportplatz, zu dem auch eine Streetballanlage gehört, einen Asphaltunterbau erhalten musste, damit das dort verbreitete Unkraut "Japanischer Knöterich" nicht durch den Bodenbelag dringt.

Mit dem neuen Bolzplatz hoffen die Planer, die Situation rund um den Vorplatz des Jungen Schauspielhauses zu entschärfen. Dort kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten zwischen Anwohnern und Jugendlichen, die sich dort trafen, sowie mit Ball spielenden Kindern.

"Es hat sich gelohnt, dass ich alle Hebel in Bewegung gesetzt habe, damit hier ein hochwertiger und lange haltbarer Bolzplatz hinkommt. Das ist auch eine Art der Wertschätzung für die Menschen im Stadtteil", sagt Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel (CDU). Sie hat die Bewerbung um Fördergelder aus dem Programm der "Sozialen Stadt" initiiert und erreicht, dass für Projekte in Bereichen der Stadtteile Mörsenbroich und Rath insgesamt rund vier Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden.

Zu 40 Prozent kommen diese von der Stadt und zu 60 Prozent vom Land. Das Geld soll bis 2016 in Konzepte fließen, die zur Verbesserung der Lebenssituation im Projektgebiet beitragen können. So wurden beispielsweise auch schon Innenhöfe einer Wohnanlage der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD) an der Schwitzkestraße attraktiver gestaltet.

Quelle: RP
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