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Mörsenbroich
Geburtstagsparty für Abenteurer

Mörsenbroich. Der Spielplatz an der Sankt-Franziskus-Straße lud Kinder, Eltern und Großeltern zu einem großen Aktionstag ein.

Für die Kinder war das eher durchwachsene Wetter absolut nebensächlich: Regen- und winddicht eingepackt, erlebten sie am Samstag gemeinsam mit Eltern und Großeltern auf dem Abenteuerspielplatz an der Sankt-Franziskus-Straße einen rundum gelungenen und erlebnisreichen Tag. Mit zahlreichen Aktionen feierten sie den mittlerweile 41. Geburtstag der außergewöhnlichen Anlage. Das Besondere: Der Abenteuerspielplatz ist, anders als seine Pendants in Eller und Oberkassel, nicht in der Hand eines betreuenden Vereins, sondern ein Angebot der offenen Kinderfreizeitarbeit des Düsseldorfer Jugendamtes. Eröffnet im Jahr 1975, sind zu den Öffnungszeiten immer pädagogische Fachkräfte anwesend, die gemeinsam mit der Zielgruppe - Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 14 Jahren - aufregende Aktionen gestalten. "Wir unterstützen die Kinder und Jugendlichen beim Bauen, Basteln und im Tierbereich", erklärt Lydia Mesenich, die als Hilfskraft die zahlreichen Aktionen auf dem Abenteuerspielplatz begleitet.

Anlässlich der Geburtstagsfeier kochte die 45-Jährige gemeinsam mit den Kindern sowie ihrer Kollegin Mone Hück (54) auf einem im Freien stehenden Holzofen Kartoffel- und Gemüsesuppe. Mit einem Stockbrot - ebenfalls selbst gebacken über dem offenen Lagerfeuer daneben - wurde die Suppe schließlich gemeinsam unter freiem Himmel gegessen.

Während ein Schmied mit den jungen Besuchern Schnecken aus Moniereisen gestaltete, konnten bei Lara Cissewski frisch gesägte Holzscheiben durch Brandeisen mit verschiedenen Motiven, etwa Seepferdchen, Drachen oder auch dem Rheinturm, "gebrandet" werden. Die 27-Jährige studiert Pädagogik der Kindheit und Familienbildung an der Heinrich-Heine-Universität und arbeitet derzeit als Praktikantin auf dem Abenteuerspielplatz.

"Ich möchte meinem Opa auch noch die Bude zeigen, die ich hier im vergangenen Sommer mit meinen Freunden gebaut habe", erklärt Lina. Die Zehnjährige, die ganz in der Nähe des Abenteuerspielplatzes wohnt, kam mit ihren Großeltern Jörg Klatt und Birgit Budey auf das 7200 Quadratmeter große Gelände und führte sie stolz zu der von ihr errichteten Holzhütte.

Vorher aber musste sie noch ausgiebig auf dem ausgeschlachteten Schiffswrack klettern, unter fachkundiger Anleitung Diabolos in die Luft schleudern und beim meterhohen Stapeln von Cola-Kästen zuschauen. Und auch das Tanz-, Gesangs-, Jonglage- und musikalische Bewegungsangebot des Kölner Spielecircus hatte es Lina angetan.

(sdr)
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