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Mörsenbroich/Rath
Mehr Lebensqualität für Mörsenbroich

Mörsenbroich/Rath: Mehr Lebensqualität für Mörsenbroich
Bei der Fußballschule des DJK Agon können Kinder kostenfrei trainieren. FOTO: andreas endermann
Mörsenbroich/Rath. Schönere Plätze, mehr Grünanlagen, eine verbesserte Wohnqualität - das sind Ziele des Förderprogramms "Soziale Stadt". Jetzt wurde Zwischenbilanz gezogen. Von Julia Brabeck

Für Bereiche der Stadtteile Mörsenbroich und Rath wurden vor drei Jahren 3,86 Millionen Euro aus dem Förderprogramm "Soziale Stadt" bewilligt, die zu 40 Prozent von der Stadt und zu 60 Prozent vom Land gestellt werden. Das Geld fließt in verschiedene Projekte, die zur Verbesserung der Lebenssituation beitragen sollen. Dabei werden allerdings nicht die Stadtteile komplett berücksichtigt, sondern nur ein 250 Hektar großes Gebiet, welches die Schwietzke-Siedlung, das Neubaugebiet Lünener Straße, die Bereiche entlang der Westfalenstraße und des S-Bahndamms umfasst.

Bislang wurden rund 2,17 Millionen Euro verbraucht. Mit Hilfe eines Zwischenberichts, der in der Bezirksvertretung 6 vorgestellt wurde, soll untersucht werden, welche Ziele dabei schon erreicht wurden und welche weiteren Projekte noch sinnvoll sind. Erwartet wird, dass zu den verbliebenen 1,69 Millionen Euro noch weitere Gelder von Stadt und privaten Investoren fließen werden. Fest steht bereits, dass die Bezirksvertretung sich beispielsweise an dem Umbau des Bolzplatzes an der Jugendfreizeiteinrichtung Ekkehardstraße und der Schaffung eines Geländes für Mountainbiker beteiligen wird. Die städtische Wohnungsgesellschaft (SWD) hat die Umgestaltung von Innenhöfen mitfinanziert und die katholische Kirche trägt größtenteils den Neubau des Rather Familienzentrums.

Bereits umgesetzt wurden sieben von 17 gewünschten Projekten. Dazu gehört die Umgestaltung des Platzes vor dem Jungen Schauspielhaus, der Bau eines neuen Bolzplatzes an der Osterfeldstraße, die Vergrößerung des Außengeländes der Kita Scheffelstraße und die Neugestaltung des Schulhofes am Rather Kreuzweg. Zudem konnten Vereine und Bürger Gelder für Projekte im Stadtteil beantragen. Gefördert wurde beispielsweise die kostenfreie Fußballschule des DJK Agon und ein Frühlingsfest der Sahle-Siedlung.

Ob sich dadurch das Image der beiden Stadtteile verändert hat, konnte allerdings mit der Zwischenuntersuchung nicht überprüft werden. "Es ist aber angesichts der kurzen Laufzeit von drei Jahren sowie einer wenig offensiven Öffentlichkeitsarbeit auch nicht wahrscheinlich. Von den befragten Akteuren wird jedoch insgesamt eine positive Bilanz gezogen", heißt es in dem Bericht. Viele Fortschritte würden schon jetzt anerkennend wahrgenommen. So sei die Fluktuation beispielsweise im Wohngebiet Scheffelstraße gesunken.

Kritisiert wird, dass es bislang keine Anlaufstelle für die Quartiersmanagerin gibt. "Vielleicht aus diesem Grund und einer zugleich verhaltenen Öffentlichkeitsarbeit ist es in der ersten Phase kaum gelungen, engagierte Bewohner oder Ehrenamtler aus den Stadtteilen nachhaltig an den Prozess der Sozialen Stadt einzubinden." Das soll nach Möglichkeit in der zweiten Projektphase verbessert werden. Denn dass sich Bürger an der Umsetzung des Förderprogramms beteiligen, wird ausdrücklich gewünscht.

Quelle: RP
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