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Niederkassel
Das größte Schützen-Reitercorps der Stadt

Niederkassel: Das größte Schützen-Reitercorps der Stadt
Rittmeister Frank Medzech (rechts) und sein Stellvertreter Heinz Hermanns mit der Stute Adele. FOTO: Anne Orthen
Niederkassel. Ihren großen Auftritt beim Schützenfest haben Rittmeister Frank Medzech und seine Reiter bei der Parade am Sonntag. Von Sebastian Kalenberg

Die Niederkasseler Schützen warten bei ihrem Fest, das am Samstag eröffnet wird, mit einer neuen, erfrischenden Eröffnungszeremonie auf. "Statt mit lauten Böllerschüssen das Fest zu beginnen, haben wir uns im vergangenen Jahr eine Alternative einfallen lassen. Unsere Pagen ließen für die offizielle Eröffnung 125 Luftballons in den Himmel steigen. Am Samstag werden es, dem Vereinsalter entsprechend, 126 sein. Das ergibt ein wundervolles Bild", schwärmt Rittmeister Frank Medzech, der wie Vereinskollege Damm inzwischen in eine neue Funktion gewachsen ist.

Das langjährige Mitglied des Reitercorps ist 2015 zu dessen Rittmeister aufgestiegen und wird sie zu diesem Schützenfest das erste Mal führen. Ihren großen Auftritt haben Medzech und seine Reiter bei der Parade am Sonntag. Dort reiten sie ab 14.30 Uhr mit ihren Pferden am Schluss des Regiments und beenden den Festzug in einem stimmigen Bild. "Wir sind mit 32 aktiven Reitern und Reiterinnen das größte Reitercorps in Düsseldorf", sagt der Rittmeister, der Kameraden im Alter von acht bis 80 Jahren hat. "Die ältesten sitzen natürlich inzwischen aber eher in den Kutschen." Und wer von den Mitgliedern nicht mehr reiten kann oder will, der hat die Möglichkeit, sich unter die Fußtruppe zu mischen. Seit 2010 können die Frauen und Männer des Reitercorps zu Fuß mitmarschieren.

Unter den 32 Mitgliedern des Reitercorps ist seit diesem Jahr auch wieder eine prominente Rückkehrerin in die Reihen der Reiterschar. Britta Damm, Ex-Vorstandschefin und Ehefrau von Thomas Damm, war langjähriges aktives Mitglied des Reitervereins, ehe sie das Amt der Schützenchefin übernahm. "Denn mit ihrem neuen Amt hatte sie eine Fülle an Aufgaben vor und während der Parade zu bewältigen." Aber nach 22 Jahren Abstinenz sei sie nun wieder bei den Reitern dabei", sagt Medzech. Nach der Parade auf der Niederkasseler Straße geht der Schützenfest-Sonntag für das Reitercorps ereignisreich weiter. Ab 17 Uhr steigt "In der Aue" am Festplatz das mit Spannung erwartete Ringstechen des Corps. Der Sieger des Wettbewerbs wird zusammen mit dem Jungschützenpaar direkt nach dem Königsschießen am Montagabend geehrt. Damit rücken die Vorjahressieger Peter Stoffels und Jugendringsiegerin Lara Berscheidt in die zweite Reihe.

Apropos Jugend: Das Reitercorps Niederkassel kümmert sich auch um den Nachwuchs, der besonders gefördert wird. "Kinder ab sechs Jahren und Jugendliche, die den Reitsport erlernen wollen, sind bei uns immer willkommen und werden bei ihren ersten Reitversuchen fachmännisch begleitet", so Medzech. Das gelte übrigens auch für Erwachsene, die sich der Reitertruppe anschließen wollen.

Das diesjährige Schützenfest wird die Feuertaufe des neuen, stark verjüngten Vorstands der Niederkasseler Schützen. Nach den personellen Veränderungen im Verein, die im vergangenen Jahr vorgenommen wurden, steht nun Thomas Damm als Chef an der Spitze. Trotz der Neuerungen bleibt es aber beim traditionellen Modell des Festes und wird von Samstag bis Dienstag gefeiert. Medzeck: "Es stand bei uns lange zur Diskussion, ob wir unseren Ablauf nicht, wie andere Schützenvereine auch, ändern sollten. Wir haben es dann aber bei den traditionellen Tagen belassen." Und Vizechef Marc Klement ist überzeugt, dass der neue Vorstand bereits ein eingespieltes Team ist. "Im Hintergrund wird an Stellschrauben gedreht, die man von außen manchmal gar nicht sieht." Dabei ist Klement vor allem auf das Unterhaltungsprogramm stolz, das auf die Beine gestellt wurde: "Wir haben 'Porno al Forno' im Festzelt zu Gast, die 'Swinging Funfares' und 'Kuhl un de Gäng'".

Ein Höhepunkt wird neben dem Königsschießen und dem Krönungsball der Gottesdienst zum Auftakt des Festes sein. "Die St. Anna-Kirche wird profaniert. Wir sind die Letzten, die dort einen Gottesdienst feiern werden", so Klement. "Deswegen wird sich der Vorstand fürs nächste Jahr um einen neuen Ort für Messe und ,Großen Zapfenstreich' kümmern müssen."

Quelle: RP
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