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Niederkassel
Gartenfest gibt Einblick in die japanische Kultur

Niederkassel. Die weithin hörbaren Trommelschläge signalisieren: Im EKO-Haus wird gefeiert. Das jährliche Gartenfest lockte gut 600 Besucher in die Anlage, die als Teil des Tempels eigentlich ein liturgischer Ort ist - doch von Ruhe konnte am Samstag keine Rede sein: Die von den Besuchern umlagerten zwölf Trommler der Gruppe Wadokyo ließen kraftvolle und dynamische Schläge im Taiko-Stil hören. Auch der Kinderchor des EKO-Kindergartens - unter anderem mit einem Piratenlied - wurde vom Publikum bewundert. Auch eine Tanz-Performance fand viel Aufmerksamkeit.

Hermann-Josef Röllicke, Mitarbeiter des EKO-Teams, führte durchs Programm und erklärte auch, welchen Hintergrund Nihon Buyô, ein traditioneller japanischer Tanz, hat. Unter der Leitung von Tomokinu Hanayagi zeigten die in farbenprächtige Kimonos gekleideten Tänzerinnen anmutige Bewegungen, und im Anschluss war die Bühne überfüllt - auch von Besuchern, die nach Anleitung mit Musikbegleitung einzelne Schritte ausprobieren konnten. Die rundherum gelöste Stimmung gefiel auch Helmut Kocken. Er war mit seiner Familie aus Meerbusch gekommen, um sich über die japanische Kultur und einzelne Zeremonien zu informieren. "Zur Kirschblüte im Frühjahr 2017 fliege ich mit meinem Schwiegersohn nach Japan", lautet die Erklärung. Deshalb durfte er sich die Sitzungen im Teesalon im japanischen Haus - sie waren schnell ausverkauft - nicht entgehen lassen.

Im Untergeschoss des Hauses wurden Ikebana-Arbeiten der Schüler von Kinuyo Watanabe gezeigt, eine von Kalligraphiedozentin Rie Wada zusammengestellte Ausstellung ist noch bis 30. September zu sehen.

(mgö)
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