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Niederkassel
Joh.- Albrecht Hausbrauerei mit neuem Craftbeer

Niederkassel. Seit 25 Jahren wird im alten Stammhaus der Familie Schmittmann Bier gebraut. Jetzt kommt eine neue Kreation hinzu. Von Heide-Ines Willner

Die beiden Kupferkessel hinter der Glasfront des Wintergartens fallen sofort auf. Und mancher Gast freut sich schon vor der Tür auf ein gemütliches Mittag- oder Abendessen in zünftiger "Dekoration". Dekoration? Weit gefehlt, denn "viele Gäste wissen nicht, dass wir hier Bier brauen", bedauert Jörg A. Müller, Wirt der Hausbrauerei Joh. Albrecht an der Niederkasseler Straße. Dabei seien die beiden Kupferkessel für den Brauprozess unverzichtbar. "Im linken Kessel (Sudpfanne) werden täglich Malz und Hopfen mit 1000 Liter Wasser verkocht." Danach werde der Sud in den rechten Kessel (Läuterbottich) gepumpt und nach einer Weile, fließe die klare Flüssigkeit in den Gärbottich im Keller und später in die Lagertanks, wo sie mit Eiswasser heruntergekühlt werde. "Vier bis sechs Wochen dauert der Prozess bis das Bier oben in der Zapfanlage angekommen ist", ergänzt Müller. Damit seine Gäste in Zukunft wissen, was sich in den blanken Kesseln abspielt, hat er sich entschlossen, an drei Samstagen im Oktober zur Führungen einzuladen. Gleichzeitig gibt es eine Bierverköstigung, wird das neue Craftbeer präsentiert - nach "Messing" (hopfig, herb, hell), "Kupfer"( malzig, mild, dunkel) und dem obergärigen "Alt" die vierte Kreation des Niederkasseler Brauhauses. "Wir sind die einzige Hausbrauerei in Düsseldorf, die vier unterschiedliche Biere anbietet", so der Wirt stolz und: "Wir richten uns dabei nach Urteil und Geschmack unserer Gäste." Bei den Führungen gehe es aber nicht nur um eine Brauereibesichtigung, sondern auch um die Geschichte des aus dem 19. Jahrhundert stammenden Hauses. Auftakt ist morgen um 15 Uhr, weiter geht es am 17. und 24. Oktober, jeweils von 15 bis 18 Uhr.

Das neue Craftbeer fließt pünktlich zum Jubiläum der Hausbrauerei aus dem Zapfhahn. Denn 1990 übernahm die Dortmunder Brauhauskette Joh. Albrecht das alte Stammhaus der Familie Schmittmann - sie betreibt nebenan in sechster Generation eine Edelkorn-Brennerei - und verwandelte es in ein Brauhaus mit Wintergarten und Sommerterrasse. So gibt es seit nunmehr 25 Jahren im Höfchen neben originellen Likören auch eigenwillige Bierkreationen, die von einer bodenständigen Küche ergänzt werden.

Ist der Betreiber bis heute geblieben, so wechselten die Mannschaften häufig. Seit eineinhalb Jahren ist der Amerikaner John Byzek für das Bierbrauen zuständig, seit 2012 führt Müller die Gastronomie. Erfolgreich, denn in Nieder-/Oberkassel aufgewachsenen mit Wohnsitz Lörick, ist Müller mit Ort und Menschen bestens vertraut.

Quelle: RP
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