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Nieder-/Oberkassel
Neue "Querungshilfe" für den Kaiser-Friedrich-Ring

Nieder-/Oberkassel. Das Schreiben eines Anwohners an den Oberbürgermeister ist bis jetzt unbeantwortet. Dagegen haben die Grünen der linksrheinischen Bezirksvertretung das Thema "Zebrastreifen auf dem Kaiser-Friedrich-Ring" zwischen Habsburger- und Askanierstraße noch einmal auf die Tagesordnung gesetzt. "Wir hatten diesen Antrag zwar bereits im April 2014 gestellt", erklärte Astrid Wiesendorf. Die Verwaltung habe aber anders entschieden und einen Zebrastreifen in Höhe der Askanierstraße abgelehnt, weil die Sichtverhältnisse dort ausreichend seien. "Angesichts des gestiegenen Verkehrsaufkommens stellen wir den Antrag erneut." Von Heide-Ines Willner

Zunächst schien es, als zögen die anderen Parteien nicht mit. "Wir teilen die Einschätzung der Verwaltung", sagt Sven Holly (CDU), der eher auf die Rücksichtsnahme der Autofahrer setzt. Tobias Kühbacher (SPD) brachte eine Verkehrsinsel ins Gespräch, die allgemeines Interesse fand. Schließlich strichen die Bezirkspolitiker die Bezeichnung "Zentrastreifen" aus dem Antrag und ersetzten ihn durch "Querungshilfe". Bezirksbürgermeister Rolf Tups: "Wir sollten uns nicht auf einen Begriff festlegen, damit alle Möglichkeiten eines gesicherten Übergangs offengehalten werden.

Jetzt bleibt abzuwarten, ob die Verwaltung zu anderen Erkenntnissen als 2014 kommen wird. Denn damals hatte sie argumentiert, dass der Mündungsbereich Askanierstraße/Kaiser Friedrich-Ring keiner Verbesserung bedürfe. Die Begründung lautete: Durch das 2012 dort eingerichtete absolute Halteverbot seien die Sichtverhältnisse sowohl für Fußgänger als auch für ein- und abbiegende Autofahrer ausreichend.

Die Anwohner sind derweil froh, dass ihre Hartnäckigkeit Erfolg hatte. Denn sie waren es, die den Stein ins Rollen brachten, weil sie oft gefährliche Situationen beim Überqueren der Straße beobachtet hatten. Sie machten darauf aufmerksam und schilderten, dass Kinder und ältere Menschen beim Queren des verkehrsreichen Kaiser-Friedrich-Rings in Panik gerieten. Denn: "Die Autofahrer können Tempo 50 fahren und haben zwischen San-Remo-Straße und Theodor-Heuss-Brücke eine breite gerade Straße vor sich, die zum Schnellfahren einlädt", sagt Anwohnerin Christina Lurk. Auch abends und vor allem nachts drehten Autofahrer ihre starken Motoren kräftig auf. "Der Lärm ist manchmal kaum auszuhalten."

Quelle: RP
 
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