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Oberbilk
Ackern für den Oberbilker Paradiesgarten

Oberbilk: Ackern für den Oberbilker Paradiesgarten
Jeden Samstag ab 15 Uhr wird im Garten an der Kruppstraße gegärtnert. Die jüngste Helferin ist acht, die älteste über 70 Jahre alt. FOTO: Bretz Andreas
Oberbilk. Samstags wird auf dem Areal der Christuskirchen-Gemeinde gebuddelt, gegraben, geharkt und gepflanzt. Von Semiha Ünlü

Lange lag der Garten an der evangelischen Christuskirche in Oberbilk unbemerkt hinter einem Stück Zaun versteckt. Pfarrerin Sabine Reinhold und ihr Kollege Lars Schütt haben das Stück Grün aber inzwischen aus der Vergessenheit geholt und in den Mittelpunkt eines Urban Gardening-Projekts gestellt. Sie wollen aus dem Garten einen Ort der Begegnung für die Gemeinde und Anwohner machen. "Den wollen wir nach und nach bearbeiten, etwas wachsen lassen, beim Lagerfeuer Lieder singen, Maulwürfe segnen, Nachbarschaft entdecken, der Schöpfung Vorschub leisten", schrieb Sabine Reinhold zum Start des Projekts auf der Facebook-Seite der Gemeinde.

Und viele Menschen aus der Gemeinde und aus dem Stadtteil kommen inzwischen regelmäßig samstags ab 15 Uhr in den Garten, um dort zu buddeln, graben, harken und zu pflanzen. "Es sind immer so acht bis zehn Menschen da. Jeder bringt an Werkzeug mit, was er hat", so die Pfarrerin. Vor kurzem hat man sich an die Arbeit für ein Hochbeet mit Erdbeeren, Rhabarber, Mangold und Salat gemacht, auch der Anbau von Tomaten, eine Kräuterspirale und eine Wildblumenwiese sind geplant. Eine weitere Idee ist das Anlegen eines Teichs auf dem Gelände hinter dem Kirchengebäude an der Kruppstraße.

In der Hobby-Gärtner-Gruppe sind Kinder ebenso wie Senioren: Die jüngste Helferin ist acht, die älteste mehr als 70 Jahre alt. "Es ist eine Mischung von Menschen, die regelmäßig in der Gemeinde aktiv sind, und von Anwohnern", sagt Sabine Reinhold.

Ein engagierter freiwilliger Helfer sei Knut Herrmann. Der pensionierte Vermesser bringe zum einen seine Berufserfahrung in die Planung der Gartenanlage in Oberbilk ein, aber als Besitzer eines Schrebergartens auch sein Wissen um das Gärtnern. Mit seinen vielen Werkzeugen rückte Herrmann in den vergangenen Wochen immer wieder auf dem Oberbilker Gelände an, um mitzuhelfen, aus dem Stück Grün einen Paradiesgarten und einen Ort der Begegnung zu machen. Inzwischen gibt es aber auch ein Gartenhäuschen für die Geräte.

Mit der Ernte des Gemüses will man gemeinsam abends kochen. Alle Helfer hoffen deswegen auf eine besonders gute Ausbeute. Pfarrerin Sabine Reinhold gab den Anstoß für das Projekt, doch auch nach ihrem Wechsel nach Aachen soll es vor Ort weitergehen.

Quelle: RP
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