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Oberbilk
Das Oberbilker Gemeindehaus wird abgerissen

Oberbilk. Das Haus an der Flügelstraße weicht einem Familienzentrum und Demenz-Wohngemeinschaften. Mitte 2017 soll der Bau fertig sein. Von Sarah Schneidereit

Bis Mitte 2017 entsteht an der Flügelstraße 21 ein neues Mehrfamilienhaus. Das Evangelische Gemeindehaus wird deshalb momentan abgerissen. Die Kombination aus Wohnen und sozialer Einrichtung bleibt jedoch erhalten: Neben 20 Wohneinheiten sind zusätzlich elf Plätze in einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Demenzkranke geplant.

Der Abriss war laut Pfarrer Lars Schütt von der evangelischen Christuskirche schon länger geplant. "Da die Gemeinden in den letzten Jahren immer weiter geschrumpft sind, war der Bedarf einfach nicht mehr da. Deshalb haben wir das Haus vor ein paar Jahren an den Evangelischen Kirchenkreis Düsseldorf verkauft", sagt Schütt. Der Kirchenkreis hat sich im Zuge eines Flächennutzungsplans 2013 bereits dafür entschieden, das alte Gebäude abzureißen. Nachdem die Planungsarbeiten abgeschlossen wurden und das Architektenbüro "modus.architekten" einen Entwurf vorgelegt hat, sind die Abrissarbeiten inzwischen gestartet. Im Obergeschoss des neuen Vorderhauses entstehen überwiegend Wohnungen, wobei der Kirchenkreis besonderen Wert auf seniorengerechte, sozialverträgliche und barrierefreie Wohnnutzung legen möchte. Für die Bewohner wird zudem eine Tiefgarage mit 22 Pkw-Stellplätzen gebaut.

Das Erdgeschoss des neuen Hauses soll die Kindertagesstätte an der Flügelstraße beherbergen, die zurzeit noch im Nachbarhaus untergebracht ist. Dadurch, dass die Kita dann mehr Platz hat, wird sie sechsgruppig sein. Bisher umfasst sie nur vier Gruppen. "Wir werden außerdem Kinder ab vier Monaten bei uns aufnehmen", sagt Anke Strehlke von der Diakonie, die für die Kita zuständig ist.

Die größeren Räumlichkeiten nahe der Kruppstraße sollen auch den Arbeitsalltag erleichtern. Die Oberbilker Einrichtung wurde vor Kurzem als Familienzentrum zertifiziert, weil sie ein besonderes Beratungsangebot für Eltern bereithält. "Nach dem Umzug stehen uns extra Räumlichkeiten für die Beratungsgespräche zur Verfügung. Noch müssen unsere Mitarbeiter die Kita-Räume dafür nutzen", sagt Anke Strehlke.

Quelle: RP
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