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Oberbilk
Ein Atelier für "Königinnen und Helden"

Oberbilk: Ein Atelier für "Königinnen und Helden"
Mitsingen ausdrücklich erwünscht: Zur Eröffnung des Ateliers des Vereins "Königinnen und Helden" kamen zahlreiche Gäste. Am Klavier: Dirk van Lak. FOTO: Andreas Endermann
Oberbilk. Der Kunst- und Kulturverein hat jetzt ein Atelier für seine zahlreichen Projekte mit Kindern aus dem Stadtteil Oberbilk. Gegründet wurde der Verein vor zwei Jahren. Von Güllü Beydilli

Vielen Familien in sozial benachteiligten Stadtteilen fehlen die Ressourcen, ihre Kinder an Kunst und Freizeitprogrammen teilnehmen zu lassen. So auch in Oberbilk rund um die Siemensstraße. Dort befindet sich das Vereinshaus des eingetragenen Vereins 'Königinnen und Helden'. Unter der Leitung der Vorstandsvorsitzenden und Gründerin des Vereins Andrea Abbing haben ehrenamtliche Helfer einen Rückzugsraum geschaffen, in dem Kinder spielen, sich entfalten und künstlerisch aktiv sein können. Jetzt eröffnete "KönigInnen und Helden", ein Verein, der 2013 gegründet wurde und seinen Sitz an der Siemensstraße in Oberbilk hat, offiziell sein Atelier. In Zusammenarbeit mit der Jugendförderung, dem Kindergarten Siemensstraße und der Sonnenschule wurde dies möglich gemacht.

Noch vor der Eröffnungsrede trafen Kinder des Oberbilker Kindergartens Siemensstraße ein und lieferten eine gesangliche Darbietung vom Kinderklassiker 'Alle meine Entchen' bis zur Melodie von Queens 'We will rock you'. Hierbei wurden die Kinder von den Erwachsenen mit Händeklatschen im Takt kräftig unterstützt. Nach einem Sektempfang und einer musikalischen Darbietung am Klavier erläuterte Andrea Abbing die unterschiedlichen Bereiche der Förderung und die Freizeitangebote. Von Wahrnehmungsschulung bis zu Theatergruppen bietet "Königinnen und Helden" eine Auswahl an Aktivitäten für Kinder. Das Vereinshaus ist gefüllt mit Dekoration, die Kinder anfassen und erleben können. Die liebevolle Einrichtung soll nicht nur dazu beitragen, dass sich die Kinder wohlfühlen, sondern auch deren Sinne schärfen. Visuelle, auditive sowie haptische Sinne sollen angesprochen werden. Dies ist vor allem in Anbetracht der steigenden Nutzung von Smartphones, Tablets und PCs bei Kindern von großer Bedeutung und bietet einen gesunden Ausgleich.

Zu den Räumlichkeiten gehören neben dem Arbeits- und Spielraum, ein Büro und eine Küche. In Letzterer können sich Mütter und Väter ehrenamtlich einbringen. Sozial benachteiligte Mütter, die sich dazu bereit erklären für das Vereinshaus zu kochen, werden von "Königinnen und Helden" auch entschädigt. Abbing ist sich der Situation der Familien bewusst und freut sich umso mehr über Eltern, die sich die Zeit nehmen, hier aktiv mitzuhelfen.

Die Kunst- und Freizeitprojekte des Kunst- und Kulturvereins beschränken sich nicht nur auf das Vereinshaus. Der Stadtteil Oberbilk und somit die Heimat der Kinder wird mit einbezogen und genutzt. Parks, offene Flächen, sowie Spielplätze, die sich anbieten, gehören dazu. Die ersten Gäste sind sich einig: Menschen, die sich wie die Oberbilker Vereinsvorsitzende Andrea Abbing für Kinderförderung und Integration einsetzen, schaffen Brücken in ein toleranteres Morgen und zeigen Kindern aus sozial benachteiligten Familien Wege in eine Zukunft mit Perspektive.

Quelle: RP
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