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Oberbilk
Hunderte feiern "Rock gegen Rechts"

Oberbilk: Hunderte feiern "Rock gegen Rechts"
Lemon Light war einer der Bands, die im Volksgarten auftraten. FOTO: Hans-Juergen Bauer
Oberbilk. Schon von weitem war das kleine Festival auf der Ballonwiese im Volksgarten zu hören. Und so sollte es auch sein, denn bei "Rock gegen Rechts" sollte ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Faschismus gesetzt werden. Von Maximilian Krone

Viele hundert Besucher kamen dann auch. Sei es um sich einfach auf die Wiese zu setzen und sich mit anderen auszutauschen, sei es um sich an den Informationsständen von Gewerkschaften, Parteien und Bündnissen zu informieren oder um den Bands zuzuhören und vor der Bühne zu tanzen.

Für Andreas Dittmer vom Düsseldorfer Verein "Rock gegen Rechts" war die Veranstaltung vor allem eine Geste des Dankes. "Wir wollen mit den Konzerten all jene Menschen belohnen, die für Toleranz und gegen Ausgrenzung auf die Straße gehen", sagt er. Zwar gebe es in Düsseldorf seiner Meinung nach nicht ganz so viele Probleme mit Mitgliedern der rechten Szene wie anderswo, dennoch sei es wichtig, immer wieder ein klares Zeichen zu setzen. Über die Jahre sei die Veranstaltung so auch immer größer geworden. "Anfangs habe ich das noch als Privatperson organisiert, doch das ist inzwischen wegen der Größe nicht mehr zu schultern", sagt er.

Immerhin erwartete er am Samstag bis zu 1500 Besucher auf der Wiese. Viele von ihnen kamen mit Decken und trafen sich mit Freunden und Bekannten. So auch Sabine Holten. "Ich bin mit ein paar Freunden hier verabredet. Wir haben von der Veranstaltung gehört und fanden die Idee klasse", sagt sie. Auch wenn sie an diesem Tag keine Protestbanner oder Plakate gebastelt hat, findet sie es trotzdem wichtig, bei solchen Festen dabei zu sein. "Je mehr Leute kommen, desto besser. Nur so zeigen wir als Gesellschaft, dass wir Hass und Fremdenfeindlichkeit nicht akzeptieren", sagt die 22-Jährige. Ihr Freund Hauke findet es toll, dass sich viele Bands beteiligt haben. "Das macht das Ganze erst zu etwas Besonderen", sagt er. Auf der Bühne standen unter anderem die Düsseldorfer Bands "Jetlag" und "RubbelDieKatz", die eine bunte Musikmischung von Pop und New Wave, bis hin zu Rock und Ska-Punk boten. Unterstützt wurde der Veranstalter vom Düsseldorfer Kulturamt und der Bezirksvertretung.

Quelle: RP
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