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Oberbilk
Kriminalpräventiver Rat für Oberbilk

Oberbilk. Nach der Razzia im Maghreb-Viertel setzt die BV erstmals ein Fachgremium ein. Bürgerforum im März. Von Stefani Geilhausen

Die Erkenntnisse der Polizei über die Entwicklung von "Klein-Marokko" an der nördlichen Ellerstraße zu einem Kriminalitätsbrennpunkt, den die Polizei als "Maghreb-Viertel" bezeichnet, hat jetzt auch die Politik im Stadtteil zum Handeln bewogen. Erstmals in der Geschichte der Bezirksvertretung 3 soll ein Arbeitskreis zur Kriminalprävention einberufen werden.

Stadtweit war 1994 der Kriminalpräventive Rat (KpR) - damals noch unter dem Namen Arbeitskreis Vorbeugung und Sicherheit - installiert worden, der sich mit verschiedenen Kooperationspartnern um Sicherheitsfragen kümmert. Auch einzelne Bezirksvertretungen hatten danach auf Stadtbezirksebene entsprechende Gremien gegründet. In Bilk waren sich die Stadtteilpolitiker aber einig, auch Sicherheitsfragen in der Bezirksvertretung bearbeiten und klären zu können.

Jetzt aber sieht man Handlungsbedarf, sagte Vize-Bezirksbürgermeister Dietmar Wolf (Grüne). Eine dauerhafte Einrichtung solle der KpR in der Bezirksvertretung 3 allerdings nicht werden, sondern sich eher als Arbeitskreis mit dem Thema Oberbilk befassen. In dem Kreis sollen Vertreter des Jugend- und des Sozialamts ebenso wie Jugendhilfeeinrichtungen, Wohlfahrtsverbände und natürlich die Polizei kommen. Geplant ist eine Analyse der Situation insbesondere im Bereich zwischen Mintropplatz und Höhenstraße - und die Suche nach Möglichkeiten, den Anwohnern dort zu helfen.

Die hatten zuletzt mehrfach beklagt, durch überwiegend erst seit kurzem in Düsseldorf lebende junge Nordafrikaner in Verruf gebracht zu werden. Anfang des Jahres war eine Untersuchung der Polizei bekannt geworden, nachdem sich in dem Oberbilker Viertel Nordafrikaner auch aus anderen Bundesländern regelmäßig träfen, um von dort aus gemeinsam Straftaten zu begehen. Auch nach den Silvester-Übergriffen in Köln und Düsseldorf hatten Spuren ins Maghreb-Viertel geführt. Erst am Wochenende war ein 33-Jähriger unter dem Verdacht der sexuellen Nötigung verhaftet worden, der seit zwei Jahren dort lebt.

Die Bezirkspolitiker wollen aber auch mit den Bürgern zu dem Thema ins Gespräch kommen und laden dazu für den 15. März zum "Bürgerforum Sicherheit" ins Stadtteilzentrum in den Arkaden ein.

Quelle: RP
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