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Düsseldorf-Oberbilk
Mann uriniert gegen Auto des Ordnungsamtes

Oberbilk. Sie pöbelten, schlugen um sich, einer urinierte sogar gegen ein Auto des Ordnungsamts. Nach einem Konzert legten sich drei Männer mit Ordnungshütern an. Mittwoch stehen sie vor Gericht. 

Drei angetrunkene Männer hatten sich Ende 2014 auf dem nächtlichen Heimweg von einem Konzert grundlos mit einer Streife des städtischen OSD (Ordnungs- und Service-Dienst) angelegt. Morgen (11 Uhr, Saal E.111) sehen sich alle Beteiligten wieder. Dann tagt das Amtsgericht über den kuriosen Fall von Beleidigung und Widerstand.

"Deutsche Polizisten - Mörder und Faschisten!" Mit dieser Beleidigung hatte einer der Angeklagten (32) spätnachts auf der Werdener Straße ein OSD-Duo im Einsatz attackiert. Die Amtsmitarbeiter hatten mit ihrem Dienstwagen ein liegengebliebenes Auto abgesichert, als das Trio vorbeikam. Einer der Passanten (51) tat sich noch damit hervor, dass er das OSD-Fahrzeug anpinkelte.

Von einem Stadt-Mitarbeiter zur Rede gestellt, soll er mit geballten Fäusten auf die Einsatzkräfte losgestürmt sein. Gegen die Festnahme dieses Randalierers, der sich mit Händen und Füßen gewehrt habe, wurde laut Anklage dann noch der dritte Mann (34) aktiv, er soll die OSD-Kräfte ebenfalls mit Schlägen traktiert haben. Erst durch den Einsatz von Reizgas gelang es den Ordnungshütern, diese beiden außer Gefecht zu setzen. Bei der Polizei gab der Auto-Anpinkler zu: "Das war eine blöde Aktion", er habe sie "als Mutprobe" angesehen. Laut Alkoholtest hatte der 51-Jährige einen Pegel von rund 1,5 Promille. Auch seine beiden Begleiter gaben zu, dass sie erheblich angetrunken waren, einer hat sich für seinen Schmäh-Ruf inzwischen entschuldigt. Das Gericht muss nun auch prüfen, ob seine Kollektiv-Beschimpfung als Beleidigung zu werten ist. Die Staatsanwaltschaft hält das für erwiesen.

(wuk)
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