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Oberbilk
Masha Corman spielt ein Babykonzert für Düsseldorf

Oberbilk. Wenn man das Wort Babykonzert zum ersten Mal hört, ähnelt der Ausdruck auf dem eigenen Gesicht am ehesten einem Niesen. Viele Fragen schießen in den Kopf: Muss das sein? Nehmen Babys das überhaupt wahr? Ist das sinnvoll? Zu all diesen Fragen kann Masha Corman, Sozialpädagogin, ganz klar sagen: Ja! Von Sebastian Esch

"Für kleine Kinder ist Musik eine sehr intensive Erfahrung", sagt sie. Sehr junge Menschen würden stark auf die Stimme reagieren und deshalb sehr wohl aufnahmefähig für leicht erzählte Geschichten sein. Bei ihrem ersten Babykonzert, das sie mit zwei Kolleginnen spielte, war das Motiv beispielsweise "Mond". Etwas, das Kinder auch in jungen Jahren schon kennen würden, sagt Corman.

Kernfrage: Wie klingt der Mond eigentlich? "Also begibt man sich auf die Suche nach Instrumenten oder Dingen, die mit dem Mond zu tun haben." So kam sie unter anderem auf Handtrommeln und kleinere Kugeln. "Die Kunst liegt darin, eine interessante Geschichte für Mütter zu erzählen, die aber die Babys auch per Klang verfolgen können", erklärt Corman.

Nun ist es schwer vorstellbar, dass kleine Kinder unter drei Jahren, an die sich das Konzert hauptsächlich richtet, auf der Tanzfläche ihren Kopf zur Musik wippen lassen. So sei das aber auch nicht gedacht. "Die Kinder sollen sich vom Klang mitreißen lassen, dabei können sie auch umhergehen oder krabbeln." Dafür seien extra Matten ausgelegt. Wichtig ist jedoch: Es darf nicht zu laut gespielt und gesungen werden.

Auf die Idee kam Corman gemeinsam mit ihrer Freundin. "Ich gebe bereits lange Kinderkonzerte", erläutert sie und weiter: "Da wäre es doch schön, etwas für die noch kleineren zu machen." Im Vorfeld hat sie sich dann viele Gedanken darüber gemacht, was zu beachten sei. So dürfen "die Konzerte auf keinen Fall länger als 40 Minuten sein". Längeren Zeiträumen könnten Babys kaum folgen. Und eine gewisse Ruhe müsse herrschen, sonst wäre Geschrei programmiert.

Rund 20 kleine Kinder mit Begleitung waren jetzt bei der ersten Aufführung dabei. Für Corman ein Erfolg. "Die Reaktionen waren wirklich gut. Im Nachhinein habe ich viel Mails bekommen, wann denn neue Termine seien und ob man reservieren könnte", erklärt sie stolz. Geplant ist ein Konzert pro Monat außerhalb der Sommerferien. Das nächste Konzert soll im September stattfinden. Info: drei-klang.de

Quelle: RP
 
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