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Oberbilk
Müllplatz in Oberbilk ärgert Anwohner

Oberbilk. Ruth Steinacker hat an die Bezirksvertretung geschrieben, in der Hoffnung auf Besserung. Von Nicole Kampe

Immer wieder ist der Platz vor Ruth Steinackers Haus vermüllt. Kartons, altes Spielzeug, Gartenabfälle, sogar ausrangierte Möbel werden neben den vier Papiercontainern abgeladen. "Dazu wird häufig Kleidung aus dem Kleidercontainer herausgezogen, die dann auf dem Bürgersteig herumfliegen", sagt die Oberbilkerin. Von ihrem Fenster aus kann sie gut auf die Mindener/Ecke Monheimstraße schauen, wo die Behälter stehen. Vier Tage sah der Platz zuletzt derart schmuddelig aus. Normalerweise komme die Awista regelmäßig, bringe den Platz rund um die Container wieder in Ordnung. Nur lange hält der Zustand nicht an. Spätestens nach dem Wochenende wird wieder allerlei Unrat abgestellt. "Offenbar haben die Container eine Anziehungskraft", sagt Steinacker, die vor allem die einfache Anfahrt an die Container kritisiert. Sehr schnell sind die Behälter überfüllt, sobald der erste Müll daneben abgelegt wird, kommen mehr, stellen ihren Kram dazu. Ruth Steinacker findet: "Auf dem Platz muss etwas passieren."

Die Mindener/Ecke Monheimstraße sei nicht die einzige im Stadtbezirk, die verbessert werden müsste, sagt die Anwohnerin. Ähnlich sieht das Norbert Czerwinski von den Grünen, beratendes Ratsmitglied in der Bezirksvertretung 3 (Oberbilk, Unterbilk, Bilk, Friedrichstadt, Hamm, Flehe, Volmerswerth). "Bei mir um die Ecke gibt es das Problem an der Wupperstraße", sagt er. Die Awista sei relativ schnell bei der Beseitigung solcher Schmuddelecken, "je länger der Müll liegenbleibt, um so mehr stellen in der Regel ihren Müll dazu", sagt der Politiker. Ganz sicher seien die Müllcontainer vor Ruth Steinackers Haustür ein Thema für die Bezirksvertretung - die Oberbilkerin hatte die verschiedenen Fraktionen angeschrieben. "Es wäre gut, wenn die BV auf die Awista zugeht", sagt Czerwinski. Vielleicht müsse die Mindener Straße häufiger inspiziert werden. Container umzustellen, sei dagegen nicht so leicht: "Sie müssen für die Müllfahrzeuge anfahrbar bleiben", sagt er.

400 neue Wohneinheiten entstehen derzeit an der Mindener Straße, eine barrierearme Mehrgenerationen-Wohnanlage auf einem 33.000 Quadratmeter großen Gelände, inklusive Kita. "Könnte nicht im Zuge dieser Neubebauung ein anderer Standort für die Container gefunden werden, der nicht mit dem Auto angefahren werden kann?", fragt Ruth Steinacker, die seit drei Jahren in Oberbilk wohnt und sich eigentlich sehr wohl fühlt. Wäre eben nicht der Schandfleck vor ihrer Tür. Schließlich seien auch die Glascontainer, die auf dem Bürgersteig an der Mindener Straße standen, im vorigen Jahr während Baumaßnahmen entfernt worden. "Die Bezirksvertretung ist in jedem Fall die richtige Adresse", sagt Czerwinski. Und wenn die Stadtteilpolitiker sich schon mal mit der Mindener Straße beschäftigen: "Ich würde mich sehr freuen, wenn auf dem Bürgersteig an dieser Stelle Fahrradbügel aufgestellt würden", sagt die Oberbilkerin. Es gebe kaum Möglichkeiten, Fahrräder einigermaßen diebstahlsicher anzuschließen.

Quelle: RP
 
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