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Oberbilk
Oberbilker Schüler zeigen, wieso Anderssein normal ist

Oberbilk. Enoch würde so gern mit den anderen Kindern spielen. Aber sie lassen ihn einfach nicht. Denn Enoch ist nicht wie die Anderen. Er fällt mit seiner bunten Kleidung sofort auf, unter den restlichen, grau gekleideten Kindern auf der Bühne. Enoch spielt die Hauptrolle im Theaterstück "Irgendwie anders, anders", das auf einem Kinderbuch von Kathryn Cave und Chris Riddel basiert. In dem Stück geht es um ein merkwürdiges Wesen, das am Ende aber doch irgendwie normal ist. Von Sarah Schneidereit

"Die Botschaft des Theaterstücks ist, dass jeder Mensch irgendwie anders ist und es keinen Grund gibt, jemanden deshalb auszugrenzen", sagt Claudia Kruschwitz, die die Theatergruppe "Die Sonnenstrahlen" der Grundschule an der Sonnenstraße leitet. Seit Oktober probt sie mit rund 20 Schülern der dritten und vierten Klasse "Irgendwie anders, anders". Vor den Weihnachtsferien hatten die Kinder das Stück vor der ganzen Schule aufgeführt. Heute werden sie es Eltern, Geschwistern und anderen Besuchern präsentieren. "Es ist sehr aufregend, auf der Bühne zu stehen, aber das macht auch sehr viel Spaß", findet Ema, die eine Erzählerin spielt. Auch Albin ist gern beim Theaterprojekt dabei. "Das Verkleiden macht mir besonders Spaß", so der Drittklässler. Er findet es auch toll, dass er in dem Stück in seiner Muttersprache Albanisch sprechen darf. In der Schlüsselszene stehen die Kinder auf der Bühne und sagen zu Enoch, dass er irgendwie anders sei. Um ihre Aussage zu bekräftigen, wiederholen sie sie ihn zahlreichen Sprachen. Dabei hören die Zuschauer neben Albins albanischem Satz auch etwas auf Arabisch, Niederländisch oder Mazedonisch.

"Die Schüler haben in der Theatergruppe die Gelegenheit zu zeigen, was in ihnen steckt", sagt Leiterin Kruschwitz. Sie findet es erstaunlich, wie manche Kinder auf der Bühne regelrecht aufblühen. "Selbst Schüler, die starke Probleme in der Schule haben oder im Unterricht nicht so gut sprechen können, fallen hier positiv auf." Die Aufführung beginnt heute, 19 Uhr, in der Aula der Grundschule. Das Stück dauert etwa eine halbe Stunde. Wer es nicht zu der Vorführung schafft, hat am 15. März bei den Schultheatertagen die Gelegenheit, "Irgendwie anders, anders" auf der großen Bühne im JUTA zu sehen.

Quelle: RP
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