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Oberbilk
Oberbilker veröffentlicht "Bilker Parabel"

Oberbilk: Oberbilker veröffentlicht "Bilker Parabel"
Die Parabel von Jan Michaelis ist im Ausland erschienen. FOTO: michaelis
Oberbilk. Jan Michaelis hat sich bei seiner Geschichte von Lessings "Ringparabel" inspirieren lassen.

Kaum ein Schüler ist wohl im Deutsch-Unterricht an Gotthold Ephraim Lessings "Ringparabel" aus dem Drama "Nathan der Weise" vorbeigekommen, mit der Lessing den Absolutheitsanspruch jeder Religion gleichnishaft ad absurdum führt. Von dieser hat sich der Oberbilker Jan Michaelis bei seiner "Bilker Parabel" inspirieren lassen: In seiner Geschichte buhlen die drei Schüler Phil, Mustafa und David um die Gunst eines Zirkusdirektors, der im Stadtteil Station macht. Jeder der Jungen beansprucht für sich, der nächste Star-Jongleur des Zirkus zu werden und weigert sich, mit den anderen aufzutreten. Der Direktor sieht sich deswegen gezwungen, jedem Jungen jeweils drei von insgesamt neun goldenen Jonglage-Ringen zu geben, die er einst vom größten Jongleur aller Zeiten geerbt habe und an den besten Nachfolger geben solle. Doch bei ihren Solo-Auftritten mit jeweils drei Ringen fallen die Jungen beim Publikum durch. Erst als sie zusammenarbeiten, die Ringe untereinander hin- und herwirbeln, tobt das Publikum und der Zirkusdirektor sagt den Jungen: "Endlich habt ihr die Magie der Ringe gespürt und genutzt."

"Auch meine Ringparabel hat den didaktischen Ansatz, dass es ein Erbe gibt, das für alle gleich ist: Mein Text ist eindeutig für das Miteinander und den Dialog", sagt Jan Michaelis. In Österreich und Serbien scheint seine Botschaft angekommen zu sein: Die Erzählungen sind dort veröffentlicht worden: In Serbien im zweisprachigen Sammelband "Miteinander in Hilden", das vom Klub der Buchliebhaber "Majdan" in Kostolac herausgegeben wird und von der Stadt Hilden innerhalb ihres Integrationsprojekts "Kultur der Völker" gefördert wird sowie in Wien in der "Anthologie - 130 Jahre Verein der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen - Jubiläumsausgabe", herausgegeben von Helga Helnwein, der Präsidentin des Vereins.

Seinen Unterhalt verdient Michaelis zwar hauptsächlich als DHL-Mitarbeiter, in Düsseldorf ist er aber auch als Autor bekannt, unter anderem durch Texte für "Die Bilker Sternwarte", in der seine Parabel zuerst erschienen war.

(semi)
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