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Oberbilk
Razzia an der Güterbahnstrecke Mindener Straße

Oberbilk. Mehrere Dutzend Polizisten haben gestern Morgen mit Unterstützung des städtischen Ausländeramts und der Deutschen Bahn das brachliegende Gelände an der Mindener Straße durchsucht. Grund waren sich mehrende Hinweise auf eine größere Personengruppe, die sich auf dem Grünstreifen an der ehemalige Güterbahnstrecke einen Unterschlupf geschaffen habe. Es habe der Verdacht bestanden, dass dort Diebesgut versteckt würde und möglicherweise auch reisende Kriminelle untergekommen seien, sagte eine Polizeisprecherin.

Tatsächlich wurden sieben Männer, eine Frau und ein Kind in illegal errichteten Unterkünften entdeckt. Sie stammen aus Südosteuropa, sind obdachlos. Alle neun sind wegen Kleinkriminalität aktenkundig bei Polizei und Justiz, zwei Männer waren wegen Diebstählen zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben. Diebesgut wurde nicht gefunden. Die Bahn als Eigentümerin des Areals setzte mit Unterstützung der Polizei ihr Hausrecht durch und verwies die Gruppe des Geländes.

Auf diesem waren im Rahmen der Bebauungspläne für die Mindener Straße zuletzt mehrere Gewerbebetriebe abgerissen worden.

(sg)
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