| 00.00 Uhr

Oberbilk
Sechstklässler jagen mit Bus und Bahn ihre Lehrer

Oberbilk. Einige der 120 Sechstklässler der Joseph-Beuys-Gesamtschule sind richtig nervös. "Nur noch zwei Minuten. Wir müssen zur Haltestelle", rufen sie. Andere sehen die Sache ganz cool: "Wir haben noch zwei Minuten Zeit, bevor wir an der Haltestelle sein müssen." Gemeinsam haben sie, dass sie sich gern auf die Suche nach ihren Lehrern machen, die sich mit der Rheinbahn auf der "Flucht" befinden. In der Projektwoche Verkehrserziehung, erklärt der Abteilungsleiter für die Klassen 5 bis 7, Armin van de Lücht, lernen die Schüler, wie sie sich im Straßenverkehr sicher bewegen und wie der öffentliche Personennahverkehr funktioniert. Von Tino Hermanns

Das "Rheinbahn-Spiel" ist ein etabliertes Instrument dafür. Die Lehrer erhalten dabei ein paar Minuten Vorsprung, um ihre festgelegten Haltestellen zu erreichen. Die Schüler sind in Gruppen mit maximal sechs Kindern aufgeteilt, bekommen Tagestickets, Linien- und Fahrpläne - und dann die Info, wohin die Lehrer als erstes gefahren sind. Dann müssen sie möglichst viele Lehrer finden - und dabei natürlich auch die Verkehrsregeln beachten. "Das Verkehrsverhalten beurteilen die Lehrer, an den Haltestellen. Sie beobachten, ob sich die Schüler an die Verkehrsregeln halten", so van de Lücht.

Unvorbereitet werden die Kids aber nicht losgeschickt. "Am Anfang der Projektwoche wird beispielsweise geübt, wie man Fahrpläne liest, wie man verschiedene Linien so koordiniert, dass man am gewünschten Zielpunkt ankommt und ähnliches", erläutert Lücht.

Diesmal hat es zwei Sieger gegeben: Gewonnen haben die Gruppen mit den selbst gewählten Namen "Hottehü" und "Die Bosse". Auf Platz drei kam die Gruppe "Beuys-Mix".

Die Siegerehrung, in der Kinogutscheine verteilt werden, wird nach Karneval stattfinden.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Oberbilk: Sechstklässler jagen mit Bus und Bahn ihre Lehrer


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.