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Oberbilk
"Slowboy"-Plattenladen zieht von Oberbilk nach Flingern

Oberbilk. Die Türen am "Slowboy" an der Oberbilker Allee 290 bleiben jetzt endgültig geschlossen. Andreas Ziegler und Geschäftspartner Günter Herke haben sich für die Aufgabe des bekannten Plattengeschäfts nahe dem S-Bahnhof Oberbilk entschieden.

Am Dienstagabend konnten Kunden, Freunde und Bekannte bei kalten Getränken ein letztes Mal vor Ort stöbern, Musik hören und sich austauschen. Auf der Facebook-Seite des Geschäfts steht bereits: dauerhaft geschlossen.

Es ist allerdings kein Abschied für immer. Denn "Slowboy" soll wiedereröffnen, allerdings nicht in Oberbilk, sondern in Flingern, wo man wohl auch eher so ein szeniges Fachgeschäft erwartet. Eröffnet wurde es 2007, in den Regalen und Kisten gab es originale und nicht nachgepresste Platten von Künstlern wie Nick Cave, Blur, Sonic Youth und Tori Amos, aber auch von für den Durchschnitts-Düsseldorfer vielleicht eher unbekannten Musikern wie Augustus Pablo, John Fahey oder Maria Zerfall. Das machte auch den Charme des Ladens aus, dass das Angebot nicht vorhersehbar war, es Überraschungen und Raritäten zu entdecken gab, vor allem aus Stilrichtungen wie Punk, Avantgarde, Soul oder Independent. Die Auswahl war mit 10.000 bis 15.000 Platten groß.

Ein Plattengeschäft, allerdings mit einer anderen Ausrichtung, bleibt weiterhin an der Oberbilker Allee beheimatet: Im "111" (Anspielung auf die Hausnummer) gibt es vor allem populäre Musik, zum Beispiel von James Last oder John Lennon.

(semi)
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