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Oberbilk
Trödler stöbern im Haus Kolvenbach

Oberbilk. Schmuck, Kleidung, Bücher, Spiele, Geschirr - auf den ersten Blick scheint man bei einem normalen Trödel zu sein. Da die "Damenundherren" aus Oberbilk aber ein alternativer Kulturverein sind, ist schon die Organisation ihres Flohmarktes im Haus Kolvenbach eher unkonventionell. Statt eine normale Standgebühr zu bezahlen, müssen die Trödler selbst gebackenen Kuchen mitbringen. "Wir machen so einen Trödel zum ersten Mal und hoffen, dass die Leute auch zum Kuchen essen und Kaffee trinken kommen", sagt Laura Karsties-Jung, Chorleiterin der Damenundherren. Im Hintergrund läuft Swingmusik und mitten im Raum steht ein großes Zelt als Umkleide. "Man könnte auch eine Wahrsagerin reinsetzten", sagt Annette Krohn, die Patin der Veranstaltung, und lacht.

Besucherin Traute Schütt freut sich sehr, das Haus mal wieder von innen zu sehen. "Ich war früher immer Sonntag morgens zum Tanztee hier" erzählt die 81-Jährige. "Es wäre sehr erfreulich, wenn hier wieder etwas Leben reinkäme", findet die Bilkerin. "Das ist so ein schönes Gebäude." Schütt bedauert es, dass noch nicht so viel los ist. "Wenn man das hier nicht kennt, ist es aber auch schwer zu finden", findet sie.

Janine Weseler hat im Internet von der Veranstaltung erfahren und spontan ihren Stand aufgebaut. Neben Porzellan, Stofftieren und Kinderbüchern hat die 17-Jährige eine große Auswahl an geerbten Taschenuhren liegen. "Mein Großvater hat die gesammelt", sagt die Düsseldorferin. Krohn ist glücklich darüber, dass die Damenundherren das Gebäude noch ein wenig länger als geplant nutzen dürfen.

(nes)
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