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Ober-/Niederkassel
400 Unterschriften für Gaslaternen überreicht

Ober-/Niederkassel. Anwohner rund um die Saarwerdenstraße trafen sich mit Bezirksbürgermeister Rolf Tups. Von Heide-Ines Willner

Anwohner in Ober- und Alt-Niederkassel sind nicht damit einverstanden, dass ihre Viertel aus den Erhaltenszonen für Gaslichtleuchten ausgeklammert wurden. "Niederkassel hat sich in all den Jahren seinen dörflichen Charakter bewahrt. Eine moderne Beleuchtung passt dort nicht hin", ist Ute Rentrop überzeugt. Ihre Meinung teilen viele, die nicht verstehen, warum ihr Wohngebiet aus den Erhaltenszonen für Gaslaternen ausgeklammert wurde.

Die Anlieger rund um die Saarwerdenstraße haben sich bereits zu einem Protest zusammengeschossen. Denn in ihrem Umfeld gibt es allein 50 Alt-Düsseldorfer-Leuchten. "Sie sind ein prägender und unverzichtbarer Bestandteil unseres historisch gewachsenen Wohngebietes", erklärten Gabriele und Albert Günther sowie Babsi und Peter Rheinbay. Um sie zu erhalten, sammelte die Gruppe mehr als 400 Unterschriften. Kurz vor der Sitzung der linksrheinischen Bezirksvertretung übergab sie die Listen Bezirksbürgermeister Rolf Tups. "Er sagt uns zu, dass er unser Schreiben mit der Bitte um Auskunft und Stellungnahme an die Verwaltung weiterleiten wird", sagt Rheinbay.

Die Übergabe der Unterschriften passte dann auch zum Antrag von Georg Blanchard (Linke). Er beruft sich auf das Konzept einer, von Oberbürgermeister Thomas Geisel einberufenen Arbeitsgruppe. Sie habe quer durch das Stadtgebiet ermittelt, dass mindestens 4000 der 15 000 Gasleuchten erhalten werden können. "Damit ist bewiesen, dass der Erhalt der Gaslaternen rechtlich und technisch machbar ist", begründet Blanchard seinen Antrag. Die Kollegen der anderen Fraktion teilten seine Meinung, so dass der Antrag einstimmig beschlossen wurde. Einig waren sich die Bezirksvertreter auch, dass nichts an ihnen vorbei entschieden werden sollte. "Wir wollen informiert werden, bevor Fakten geschaffen werden", sagt Ulrich Peters (FDP) und Sven Holly (CDU) will wissen, was denn wirklich geplant ist. Markus Loh (Grüne) fordert: "Die Verwaltung soll uns regelmäßig über die Entwicklung informieren." Er gab zu bedenken, dass eine komplette Umrüstung der Straßenbeleuchtung von Gas auf Strom ein so großes Investitionsvolumen darstelle, das Düsseldorf kaum stemmen könne.

Quelle: RP
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