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Oberkassel
Bauarbeiten für künftigen Park sind gestartet

Oberkassel. Die lange Wartezeit ist zu Ende. Seit Anfang März sind Bagger dabei, das Erdreich fürs Wasserbecken auszuheben. Von Heide-Ines Willner

Den Anwohnern des Belsenparks wurde der Kauf ihrer teuren Wohnungen mit Hochglanzprojekten schmackhaft gemacht. Doch die Enttäuschung war groß, als sie beim Einzug vor etwa zwei Jahren feststellten, auf einer Baustelle gelandet zu sein. Straßen, Gehwege, nichts war fertig, ganz zu schweigen vom versprochenen Park als Auflockerung der massiven Bebauung. Und dann wurde kürzlich auch noch der einzige Baum gefällt. "Ich kann den Ärger der Menschen gut verstehen", sagt Gartenamtsleiterin Doris Törkel. Doch jetzt werde sich entlang des Greifwegs viel tun, hat der Bau der Grünanlage an der Ria-Thiele-Straße begonnen. Geplant seien Teich, Spielplatz, Wege, Plätze, große Rasen- und Wiesenflächen. 140 neue Bäume würden gepflanzt und für Akzente sorgen. Im November sei der Löwenanteil des Parks fertig.

Mit der Nachricht über den Start der Bauarbeiten ist das Gartenamt der linksrheinischen Politik zuvorgekommen. Wegen der langen Wartezeit von etwa zwei Jahren hatten FDP und Grüne gestern Anfragen zum Baubeginn und zur Eröffnung des Parks gestellt. Die Verwaltung teilte daraufhin mit, dass vor Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten die Finanzierung gesichert werden musste.

Zunächst werden 17.000 Quadratmeter (1. Bauabschnitt) der insgesamt 20.400 Quadratmeter großen Fläche gestaltet. Die Arbeiten beginnen mit dem geplanten 1.200 Quadratmeter großen Wasserbecken. Dafür heben Bagger gerade das Erdreich aus. Anschließend wird der Aushub abtransportiert. Die Ränder des Teiches bekommen einen Saum aus Schilfrohr. Geplant ist auch eine Fußwegverbindung von der Ria-Thiele-Straße zum Greifweg. Dieser sogenannte Boulevard wird von "blühenden Felsenbirnen" gesäumt, gegenüber am Greifweg sollen Sumpf-Eichen gesetzt werden, und im mittleren Parkteil sollen unterschiedliche Bäume für Vielfalt sorgen. Zudem wird es naturnah gestaltete Wiesenflächen geben, die nur ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden müssen.

Markus Loh, Sprecher der Grünen regte an, statt der "blühenden Felsenbirnen", die eher Sträucher seien, größere Bäume auf der Nordseite des Parks zu pflanzen. Wegen der sich hinziehenden Arbeiten bis in den November hinein empfahl er, die Arbeiten so zu organisieren, dass Teile des Parks, zum Beispiel die Wiesen, schon im Sommer zugänglich gemacht werden können. Auch die Querverbindung (Fuß- und Radweg) zur Schanzenstraße sollte vorgezogen werden.

Im ersten Bauabschnitt ist auch ein Kinderspielplatz vorgesehen, der im hinteren Bereich des Geländes eingerichtet wird. Dafür sind insgesamt etwa 4000 Quadratmeter vorgesehen. Doris Törkel: "Wir machen auf etwa 400 bis 600 Quadratmetern den Anfang und richten eine Spielsandfläche ein." Komplett ausgebaut wird der Spielplatz, wenn auch der zweite Bauabschnitt realisiert werden kann, denn noch sind nicht alle Grundstücke im Besitz der Stadt. "Die Kaufverhandlungen sind aber weit gediehen", so die Amtsleiterin. Wenn alles klappen würde, auch die Haushaltsberatungen abgeschlossen seien, dann könnte das Reststück des Spielplatzes im nächsten Jahr gestaltet werden. "Dann stehen den Kindern etwa 4000 Quadratmeter Spielfläche zur Verfügung."

Quelle: RP
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