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Oberkassel
Bezirksvertreter fordern Ausbesserung der Joggingstrecke

Oberkassel. Bezirksvertreter Georg Blanchard von den Linken hat eigenen Angaben zufolge nach Regenfällen 105 Pfützen auf der Joggingstrecke am Kaiser-Wilhelm-Ring zwischen Knie- und Oberkasseler Brücke gezählt. Grund für ihn, einen Antrag zu stellen, mit dem die Verwaltung aufgefordert wird, die Laufstrecke so zu reparieren, dass sie passierbar ist. Er sei zwar damals gegen den beleuchteten Joggingpfad gewesen, aber jetzt sei er nun einmal da und und werde nicht nur von Joggern genutzt, sondern verstärkt auch von Spaziergängern, so Blanchard. Die Kollegen der anderen Fraktionen teilten seine Meinung. Die FDP betonte, dass es nicht ums Sanieren, sondern ums Reparieren gehe. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen. Von Heide-Ines Willner

Im August 2009 war die Anlage in Betrieb genommen worden. Sie hat 170.000 Euro gekostet und war von Anfang an umstritten. Durchgesetzt hatten sich CDU und FDP, die damals die Mehrheit im Rathaus hatten. Die Opposition war gegen die Beleuchtung der Strecke, weil sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Kaiser-Wilhelm-Ring mit seinen Straßenlaternen befindet. Als hätten die Gegner es geahnt: Seit Inbetriebnahme traten, vor allem wegen schadhafter Leuchtkörper, immer wieder Störungen auf. In der Regel betraf das nur einzelne Leuchten, in Einzelfällen jedoch führten sie zum Ausfall der gesamten Anlage. So stand die defekte Joggingstrecke oft auf der Tagesordnung der linksrheinischen Bezirksvertreter. Nachdrücklich hatten sie gefordert, die Störungen zu beseitigen. Wenn die Beleuchtung schon so viel gekostet habe, sollte sie wenigstens bei Einbruch der Dunkelheit auch funktionieren, waren sich alle linksrheinischen Parteien einig. Die SPD vergaß dabei nicht zu erwähnen, dass sie ja von Anfang an dagegen gewesen sei.

Apropos Kosten: Der Bund der Steuerzahler hatte den Joggingpfad ebenfalls im Visier gehabt und ihn als überflüssig bezeichnet. Hinweisen, wonach die Stadt Düsseldorf die defekte Anlage auf eigene Kosten repariert habe, ging der Steuerzahlerbund ebenfalls nach. Es stellte sich aber heraus, dass die Stadt nicht einen Cent bezahlt hat. Sie versicherte, dass es sich bei den aufgetretenen Störungen um Gewährleistungsschäden gehandelt habe. Die Kosten dafür hätte der Hersteller zu tragen.

Quelle: RP
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