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Oberkassel
Bürger informieren sich über Sperrungen bei der Tour

Oberkassel. An fünf Terminen in den betroffenen Stadtbezirken können sich Anwohner alle Details zu Verkehrseinschränkungen einholen. Von Lisa Kreuzmann

Je näher der Grand Départ rückt, umso dringlicher werden auch die Fragen der Anwohner: Wo kann ich an dem Tour-Wochenende eigentlich mein Auto parken? Wo können meine Gäste parken? Komme ich rechtzeitig zur Arbeit? Sollte ich mein Haus überhaupt noch verlassen?

In der Tat muss sich jeder Bewohner darüber informieren, was zwischen dem 29. Juni und 2. Juli noch möglich sein wird - und was anders gehen muss. Ganz so schlimm ist es aber nicht: Alle Umgehungsrouten sind geplant. So jedenfalls das Bild, das das Grand-Départ-Projektbüro bei der ersten Verkehrsinformation gestern in Oberkassel vermittelte. Für jeden gibt es einen Weg. Auch für Barbara Hinkel, die mit ihrem mobilen Verkaufsstand auch trotz Radsport in Oberkassel Brötchen verkaufen möchte.

Ihr Problem: Sie muss mit ihrem Wagen zunächst in der Carlstadt Ware abholen. Während der ersten Etappe sind die Bereiche Carlstadt, Altstadt, Oberkassel (südlich der Luegallee), "Weiße Siedlung" Golzheim, links und rechts der Stockumer Kirchstraße sowie die Siedlung nördlich der Beckbuschstraße für den allgemeinen Verkehr gesperrt. Bewohner mit Zufahrtsberechtigung können dort weiterhin fahren. Diese kann beim Verkehrsamt angefordert werden, es genügt aber auch ein Bewohnerparkausweis. Die Rheinkniebrücke und die Oberkasseler Brücke sind während der ersten Etappe jedoch vollständig gesperrt.

Für Barbara Hinkel mit ihrem Mobil "Op Jöck" heißt das also, nicht nur eine Zufahrtsberechtigung beantragen, sondern auch über die Theodor-Heuss-Brücke und die Brüsseler Straße nach Oberkassel fahren.

Burkhard Martenka hat ein anderes Problem: Der Oberkasseler ist einer von 52.000 registrierten Fahrzeughaltern aus den betroffenen Stadtgebieten, die per Post über mögliche alternative Parkplätze informiert wurden. Eine Stelle in dem Schreiben hatte er nicht richtig verstanden und war zum Infostand gekommen, um nachzuhaken. Auf der gesamten Rennstrecke während der ersten Etappe gilt ein temporäres Halteverbot. Dies gelte ebenfalls für "angrenzende Straßen", heißt es in den Schreiben. Das sei ihm nicht klar genug gewesen. Die Mitarbeiterin des Projektbüros, Sarah Osterhammel, klärt auf: Damit seien die Straßen gemeint, die auf die Tourstrecke führen. Diese müssen bis 25 Meter von der Strecke entfernt frei bleiben. Burkhard Martenka hat Glück, er wohnt 100 Meter von der Strecke entfernt. Sein Auto will er trotzdem dort lassen, wo es jetzt ist.

Weitere Veranstaltungen Stadtbezirk 7, Donnerstag, 1. Juni, Neusser Tor; Stadtbezirk 1 & 3, Freitag, 2. Juni; Stadtbezirk 6, Donnerstag, 8. Juni, Oberrather Straße, Ecke St.- Franziskus-Straße , jeweils 15 bis 19 Uhr.

Quelle: RP
 
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