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Düsseldorf
Die Nachwuchspolitiker der CDU

Düsseldorf: Die Nachwuchspolitiker der CDU
Joachim Grütter, Tim Weill und Sven Holly (v.l.) sind die Jungpolitiker der CDU in der Bezirksvertretung 4. FOTO: Hans-Jürgen Bauer
Oberkassel. Seit knapp einem Jahr verschafft sich die junge Generation der Christdemokraten in der Bezirksvertretung Gehör. Sie bringt Ideen ein und ist hochmotiviert, sie auch durchzusetzen. Von Heide-Ines Willner

Drei Jungpolitiker der CDU lassen aufhorchen. Seit der Wahl im Mai des vergangenen Jahres sind Sven Holly (28), Joachim Grütter (35) und Tim Weill (22) Mitglieder der Bezirksvertretung 4 und stürmen voller Elan nach vorn. Sie betreten zwar Neuland, doch können sie schon Erfahrungen auf dem politischen Parkett vorweisen.

Denn das Trio kommt aus der Jungen Union (JU) für den Stadtbezirk 4 und gehört auch als Bezirksvertreter nicht nur weiterhin dazu, sondern ist dort jüngst in den Vorstand gewählt worden: Sven Holly als Vorsitzender, Joachim Grütter als Stellvertreter und Tim Weill als Beisitzer. Ihr Mandat in der Bezirksvertretung beschreiben sie so: "Wir sind Dienstleister für die Bürger, damit diese ohne große Hürden mit den Politikern ins Gespräch kommen können.

Sven Holly, derzeit Referendar im Cecilien-Gymnasium, hat es trotz der wenigen Monate in der Bezirksvertretung zum Sprecher der CDU-Fraktion gebracht und macht sich als stimmgewaltiger Vertreter der insgesamt neunköpfigen CDU-Riege bemerkbar. Der gebürtige Oberkasseler hat sich seinen ersten Schliff als Schülersprecher des Comenius-Gymnasiums geholt. Seine politische Laufbahn hat Oberbürgermeister Joachim Erwin nach seiner Wiederwahl angeschoben. "Er besuchte unsere Schule und hat mich ins Rathaus zitiert", erinnert sich Holly. Er habe ihm die Worte: "So jemanden wie Sie brauchen wir", mit auf den Weg mitgegeben.

Joachim Grütter trat 2005 in die CDU ein und ist mit seinen 35 Jahren der Älteste des Trios und hat auch schon eine Legislaturperiode in der Bezirksvertretung hinter sich. Er ist Ingenieur und begann seine berufliche Laufbahn bei TRW Ehrenreich. Grütter wohnt in Lörick, und so lag es nahe, dass er sich im vergangenen Jahr am Workshop für das Lörick-Karree beteiligte und Ideen zur Belebung des Einkaufszentrums einbrachte. Er bedauert, dass beim Preisgericht, das im Sommer über die Entwürfe berät, niemand aus der linksrheinischen Politik dabei ist. Darüber hinaus ist Grütter überzeugt, das Düsseldorf ein kostenloses W-Lan bekommen müsse, um allen Bürgern einen Zugang zu Informationen zu ermöglichen.

Tim Weill, wie Holly Comeniusschüler, interessiert sich seit der Landtagswahl 2010 für Politik, "weil ich von der damaligen Koalition Rot-Grün nicht überzeugt war". Er ist mit seinen 22 Jahren das jüngste Mitglied der CDU, dem die "Sportstadt Düsseldorf" am Herzen liegt. Er kritisiert, dass bisher noch nichts getan wurde, um die Sporthalle an der Pariser Straße zu sanieren oder neu zu bauen: "Wir brauchen sie, besonders im Hinblick auf die wachsende Bevölkerung."

Die Drei eint die von der JU vorgegebenen Kernthemen: Bildung, Ausbildung und der digitale Wandel der Stadt. Vor allem fordern sie: "Mehr Verantwortung für die Bezirksvertretungen. "Jetzt muss OB Thomas Geisel sein Versprechen einlösen und in die Stadtteile investieren", appellieren sie. "Oberkassel braucht ein Hallenbad, vielleicht in Kombination mit einem Bürgerzentrum, in dem Bezirksvertretung, -verwaltung und Bürgersaal untergebracht werden können. Darüber hinaus akzeptieren sie nicht, dass Container in Klassenräume umgewandelt werden - wie es für das Comenius-Gymnasium nach Fertigstellung der Mensa geplant ist. Holly: "Der Bedarf sollte durch bauliche Erweiterungen der Schulen gedeckt werden."

Jetzt gilt es, die Forderungen auch durchzusetzen. Vorbild ist Bezirksvorsteher Rolf Tups (CDU). "Er unterstützt uns und wir ziehen den Hut vor seiner Leistung, bisher linksrheinische Interessen über den Rhein gebracht zu haben", sagen sie. "Wir hoffen, dass uns das auch künftig gelingen wird."

Quelle: RP
 
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