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Oberkassel
Japanische Kinder besuchen Senioren

Oberkassel. Die Japanische Internationale Schule kooperiert seit 15 Jahren mit der Diakonie in Oberkassel. Von Heide-Ines Willner

Sie treffen sich einmal im Monat - die Fünftklässler der Japanischen Internationalen Schule und die Senioren des "Zentrum plus der Diakonie Oberkassel". Und das bereits seit 15 Jahren. Anlass genug, den Jahrestag mit einem Fest im Dorothee-Sölle-Haus mit vielen deutschen und japanischen Persönlichkeiten zu feiern. Allen voran Generalkonsul Ryuta Mizuuchi und Schuldirektor Narihito Honda. Für den deutschen Part sorgten Bezirksbürgermeister Rolf Tups und Oberkassels Diakonie-Chef Peter Wienß. Eröffnet wurde das "Freundschaftsfest" von den japanischen Fünftklässlern, die "Mein Vater war ein Wandersmann" ebenso perfekt interpretierten wie den Schlager "Du, Du, liegst mir am Herzen", den sie in deutscher und japanischer Version zum Besten gaben. Das Klavierspiel von Nanako Mitsubori (5.Klasse) beeindruckte ebenso wie das Geigenspiel von Taishi Nagamatsu (8. Klasse). Aufmerksam zugehört wurde der Achtklässlerin Aya Amo, die an die Zeit erinnerte, als sie an den regelmäßigen Treffen teilgenommen hatte. "Wir haben fröhliche Stunden miteinander verbracht. Es hat viel Spaß gemacht, weil wir alles selbst gestalten konnten." Es sei eine gute Zeit gewesen.

Angefangen hat alles, als die Schüler jedes Jahr zur Weihnachtsfeier der Diakonie, damals noch an der Arnulfstraße, eingeladen wurden, um zu singen. Im Dezember 2002 besuchten die Schüler der 5. Klassen das erste Mal das Oberkasseler "Leben im Alter-Zentrum" mit dem Ziel, die älteren Menschen in einem Interview zu befragen, wie in Deutschland Weihnachten gefeiert wird. Im nächsten Jahr wurde das Projekt "Meine Oma und mein Opa in Deutschland" gestartet. Seitdem besuchen die Schüler der fünften Jahrgänge, jeweils drei Klassen, die Senioren, singen und spielen mit ihnen. 2006 bezog die Diakonie das neue Zentrum an der Gemünder Straße. Die Freundschaftstreffen wurden fortgesetzt und die Senioren auch zu Gegenbesuchen eingeladen, zum Beispiel zum Schulfest und zur Weihnachtsfeier. Seit vier Jahren unterstützt der japanische Verein "Takenokai" die Begegnungen zwischen Jung und Alt.

Quelle: RP
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