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Oberkassel
Lesung als "kleine Feierlichkeit"

Oberkassel. Schauspieler lesen aus dem Buch "Nicht lebenswert doch gottgewollt".

Fried Martin ist sicher: "Wie die bisherigen Lesungen wird auch diese - frei nach Hermann Hesse - eine 'kleine vom Himmel gefallene Feierlichkeit'". Mit der musikalischen Umrahmung durch Sara Bourgeois (Gesang) und den Pianisten Bob Hochdörfer lesen Stefanie Rösner und Florian Jahr, Schauspielhaus Düsseldorf, heute um 18.30 Uhr im "Sassafras", Düsseldorfer Straße 90, aus Martins zwölftem Buch mit dem Titel "Nicht lebenswert doch gottgewollt". Das erzählt biografisch von den ungewöhnlichen ersten 40 Jahren des Zeitzeugens Ludwig.

Nach seinem Interesse an den Geschehnissen während der "Nazizeit" befragt, sagt der Heilpraktiker für Psychotherapie: "Mich interessieren die Schicksale von Menschen und deren Leiden. Ich möchte herausfinden, wie Menschen geholfen werden kann, ihr Schicksal als Herausforderung anzunehmen. Denn wer sein Schicksal meistert, ist nicht mehr Opfer, sondern Held." Martin hat dabei auch die "vielen gefolterten Flüchtlinge im Auge, die zurzeit in unser Land kommen".

Das knapp 200 Seiten umfassende Buch wurde im Januar auf der Insel Mallorca vorgestellt. "Dort und in Oberkassel lebe und arbeite ich", erzählt der Autor. Die Erzählung, die von dem Gottvertrauen des Zeitzeugens Ludwig geprägt wird, erinnert an ein ungewöhnliches Leben und macht das Buch zu einem packenden Leseerlebnis. Fried Martin sagt von sich selbst: "Konkret scheibt 'meine Seele' schon immer und merkt sich auch alles. Auffällig ist, dass ich Texte immer in Kneipen 'höre', in denen ich mich wohlfühle. Das 'Gehörte' schreibe ich sofort nieder."

(mgö)
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