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Oberkassel
Neues aus der Gastroszene in Oberkassel

Oberkassel: Neues aus der Gastroszene in Oberkassel
Bei den "Kaffeeröstern" - hier Aki Bakogiannis (l.) - gibt es täglich (außer sonntags) ab 8 Uhr Kaffee individuell nach den Wünschen der Kunden zubereitet. FOTO: Anne Orthen
Oberkassel. Abwechslung in der Gastronomie rundum die Luegallee. Restaurants rüsten auf und neue kommen dazu. Von Birgit Wanninger

Remo Rosati war der Erste. Seit Mai empfängt er seine Gäste in der Osteria Da Remo an der Luegallee und bietet klassische italienische Küche. Neu seit vergangener Woche sind mittags "Stuzzichini", Fingerfood oder Tapas auf Italienisch.

Wer die Luegallee auf der Seite mit den ungeraden Hausnummern Richtung Belsenplatz weitergeht, kommt zur Baustelle an der Ecke Oberkasseler Straße. Dort wird im Eckhaus, der ehemaligen Bäckerei Tiggelkamp, fleißig gewerkelt. Denn die Brüder Toni und Ali, die sich vor gut einem Jahr mit ihrem Restaurant "Fratelli" selbstständig gemacht haben, sind so erfolgreich mit ihren exzellenten Pasta- und Pizza- Gerichten, dass sie erweitern und wahrscheinlich schon Ende des Monats den Gästen mehr Platz bieten können, damit die nicht mehr so lange warten müssen. "Wir müssen höchstens zwei Tage schließen, wenn der Pizza-Ofen an die neue Stelle kommt", sagt Ali.

Der ganz normale Betrieb läuft bei Guiseppe Saitta am Barbarossaplatz weiter. Sowohl in der Salumeria, als auch in der Piazza Saitta. Laden und Restaurant trennt nur ein Gebäude, in dem bis zum 1. Mai eine Reinigung untergebracht war. Die ist inzwischen an die Oberkasseler Straße umgezogen, und seitdem wird am Barbarossaplatz umgebaut. Mit der Fertigstellung rechnet Saitta für Ende September/Anfang Oktober.

Das "Akropolis", der beste Grieche in Oberkassel, präsentiert sich seit dem Wochenende im neuen Ambiente. Während der Umbauarbeiten stand ein Streetfood-Wagen vor dem Haus, und der Betrieb ging ganz normal weiter. Von Schließung, wenn auch nur für ein, zwei Tage, war da nie die Rede.

Ruhe dagegen beim glücklosen Restaurant Gaidas (Belsenplatz 3), das vorüberhegend auch mal MK 2 hieß. Schon seit Monaten ist das Restaurant wieder geschlossen, und dort tut sich nichts.

Ganz anders nur ein paar Schritte weiter, an der Belsenstraße. In Haus Nummer 3 müssen Liebhaber von cremigem Eis und überdimensionalen Eisbechern zwar auf das Porto Bello verzichten, dafür gibt es aber noch in diesem Monat Burger. Und was für welche. Von einem, der vor Jahrzehnten schon für die Toten Hosen Frikadellen gebraten hat und im "km 747" fast Sterne-Niveau erreichte: Richard Nicolaus. Er erfindet die Burger-Kombinationen täglich neu im Richie'n'Rose in Bilk an der Konkordiastraße - dem ersten gehobenen Burger-Restaurant in Düsseldorf. Und weil er dort so erfolgreich ist, will er noch in diesem Monat eine Dependance in Oberkassel eröffnen, sobald die Umbauarbeiten abgeschlossen sind.

Nicht Burger, sondern Würste sind die Leidenschaft von Steffen Weidemann. Auch ihm gibt der Erfolg Recht. An der Nordstraße läuft sein "Wurstman's No. 7" schon seit Anfang des Jahres erfolgreich. Seit 1.Juli gibt es eine Filiale am Belsenplatz. Die Auswahl in der kleinen Imbissbude ist groß: Es gibt, wie der Name verspricht: sieben verschieden Würste und genauso viele verschiedene Saucen.

Unmittelbarer Nachbar sind "Die Röstmeister", den meisten Oberkasselern dadurch bekannt, dass sie mit Kaffee - logisch - und feinem Gebäck mit seinem silbern Röstmobil aus dem Jahr 1956 regelmäßig am Markt vor der St. Antonius Kirche steht. Und da steht der Wagen immer noch.

Doch am Belsenplatz/Ecke Quirinstraße sind Jan Scheffler und Max Wieberneit seit Ende Juni sesshaft geworden. Hier gibt's nicht nur frischen Kaffee und den täglich (außer sonntags) ab 8 Uhr, hier rösten die Experten ganz individuell nach dem Wunsch der Kunden. Und wer möchte, kann selbst zum Röstmeister werden, sich seinen Kaffee rösten und warm in der Tüte mit nach Hause nehmen.

Bliebe noch das Laternchen, das offiziell "Zur Laterne" heißt (Belsenstraße 8). Dort hat Werner Breitreiter aufgerüstet und umgebaut. Als der türkische Lebensmittelladen Cayan 50 Schritte weiter in den ehemaligen Plus-Markt zog, ließ er umbauen. Und auch Breitreiter setzt auf Fastfood im besseren Sinn: "Iss Juut" heißt sein Lokal, oder besser seine schicke Imbissbude, die er selbst als "Oberkasseler Frittenbud" bezeichnet, in der es nicht nur Pommes gibt, sondern verschiedene Würste, jede Menge unterschiedliche Saucen und ebenso viele Salate. Kulinarisch geht es in Oberkassel eben auch bodenständig zu.

Quelle: RP
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