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Oberkassel
Planung fürs Hallenschwimmbad geht voran

Oberkassel. Derzeit wird der Boden am vorgesehenen Standort Pariser Straße auf Schadstoffe untersucht. Von Heide-Ines Willner

Wer von der Pariser Straße aus hinüber zur Sportanlage des CfR-links blickt, wundert sich. Denn dort, wo einst das neue Oberkasseler Hallenbad entstehen soll, wird in der Erde gebuddelt, Erdhügel sind schon aufgetürmt. Und mancher fragt sich, ob da schon die Baustelle eingerichtet wird, der Bau des Hallenbades bevorsteht.

Eine Nachfrage bei der Düsseldorfer Bädergesellschaft ergab, dass es sich tatsächlich um Arbeiten für das künftige Hallenbad handelt. "Es werden gerade Bodenproben genommen, damit ein Gutachten erstellt werden kann", sagte Lena Eich vom Bädermarketing. "Wir erwarten die Ergebnisse in ein, zwei Wochen." Nach der europaweiten Ausschreibung des VgV-Verfahrens (Vergabeverordnung) für die Generalplanung werden derzeit die eingereichten Teilnahmeanträge der Architekten ausgewertet. Das Neubauprojekt Hallenbad Oberkassel werde voraussichtlich im dritten Quartal 2019 fertiggestellt. Die Gesamtkosten betragen bis zu 14,2 Millionen Euro.

Im September 2015 hatte sich der Stadtrat für den Neubau eines linksrheinischen Stadtteilbades an der Pariser Straße ausgesprochen. Integriert werden sollen eine Gymnastikhalle für den TSV Jahn 04, Räumlichkeiten für die Vermietung einer Physiotherapie-Praxis und ein Veranstaltungsraum. Vier Wochen später genehmigte der Rat zusätzlich, dass im Gebäudekomplex auch die Bezirksverwaltungsstelle 4 untergebracht werden sollte. Das geschah auf nachdrücklichen Wunsch der 19 linksrheinischen Bezirksvertreter, die eingeengt auf 85,59 Quadratmetern plus Mitglieder der Verwaltung und Publikum ihre monatlichen Sitzungen im Gebäude an der Luegallee 65 abhalten müssen. "Wir fühlen uns wie in einem Käfig", so das einhellige Echo.

Das Rätselraten um das marode, aus den 1960er Jahren stammende Hallenbad an der Lütticher Straße 1, das im Besitz des Sportamtes ist, geht derweil weiter. Die Fragen: Was geschieht damit? Wann wird es abgebrochen? Was geschieht mit dem Grundstück?, bleiben vorerst unbeantwortet. Ab und zu war zu hören, dass der Abbruch bevorstehe. Doch wurde das bisher nicht bestätigt. Von Bäderseite heißt es, dass ein Termin für den Abbruch noch nicht feststeht.

Anfang Februar 2015 war es überraschend wegen Einsturzgefahr außer Betrieb genommen worden. Jahrelang war nichts gegen den Verfall unternommen worden, so dass eine Sanierung nicht mehr infrage kam, weil zu kostspielig.

Quelle: RP
 
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