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Pempelfort
Bauernmarkt wertet Kolpingplatz auf

Pempelfort. Der Platz ist quasi das Zentrum von Pempelfort. Seit zehn Jahren findet dort zweimal die Woche ein Markt mit ausschließlich regionalen Produkten statt, bei dem nicht nur die Bewohner im Viertel regelmäßig einkaufen. Von Marc Ingel

Es gibt in Düsseldorf Wochenmärkte, die funktionieren, bei anderen sieht es dagegen eher mau aus. Und es gibt den Rheinischen Bauernmarkt in Pempelfort, der seit zehn Jahren immer mittwochs und vor allem samstags die Massen im Stadtviertel anzieht. Anders läss es sich nicht beschreiben, was sich gerade am Wochenende entlang der Pfalzstraße abspielt. "Hier bin ich wirklich sicher, dass die Produkte, die ich kaufe, von hoher Qualität und in der Regel frisch vom Hof sind", sagt Elke Gröning, die pro Woche mindestens einmal an den rund ein dutzend Ständen vorbeischlendert und Wurst, Käse, Gemüse, Obst oder Blumen einkauft.

Dem kann Christel Collette nur zustimmen: "Die Produkte sind einfach besser als im Supermarkt, denn sie stammen unmittelbar aus der Region. Wer hier einkauft, hat wirklich ein gutes Gefühl." Was fehle, sei allenfalls ein Stand mit frischem Fisch, "wo man vielleicht auch mal ein Fischbrötchen auf die Hand kaufen kann", sagt die Pempelforterin. Darüber hinaus gibt es aber so gut wie alles, was das Herz begehrt. Beim Siegelhof sticht zum Beispiel der Hokkaido-Kürbis ins Auge, das Obstgut Flassrath lockt unter anderem mit frischen Kräutern von Lorbeer über Salbei bis Thymian.

Jeder Erfolg hat aber auch seine Schattenseite, am Kolpingplatz ist das der enorme Parkplatzmangel, der insbesondere beim Bauernmarkt am Samstag bisweilen zu einem kleinen Chaos wegen der vielen Zweite-Reihe-Parker, die offenbar keineswegs nur aus dem Viertel stammen, führt. Die Stadt verteilt in den vergangenen Wochen verstärkt Knöllchen an Wildparker, was bei den Kunden nicht so gut ankommt. Ein weiteres Problem: "In den Parkbuchten gibt es einen entsprechend gekennzeichneten Bereich, der zu Marktzeiten eigentliche frei bleiben soll, damit wir mit unseren Wagen reinkommen. Das wird von Autofahrern aber häufig ignoriert. Da bleibt uns nichts anderes übrig, als die Polizei zu rufen, die wiederum ein Abschleppdienst informiert. Das bedeutet für uns einen Zeitverlust von bis zu zwei Stunden", erklärt die Verkäuferin am Stand der Bauernkäserei Straetmans.

Ansonsten ist der Kolpingplatz für die Händler des Rheinischen Bauernmarktes, die mit ihrem Konzept (frische Waren, in eigenen Betrieben erzeugt oder nach regionalen Rezepten produziert, ohne Konservierungs- oder Farbstoffe, viel Bio) auch auf dem Friedensplätzchen Kunden glücklich machen, aber ein kleines Paradies. Das liegt auch daran, dass man sich dem Stadtteil zugehörig fühlt, etwa die Toiletten in Cafés nutzen darf und sich dafür mit Naturalien bedankt. Für die Kunden empfiehlt es sich, vor allem an den Samstagen nicht zu spät (8.30 bis 13.30 Uhr) zum Einkauf aufzubrechen, denn am Mittag kann es schon mal sein, dass die Stände restlos leergekauft sind. Und welcher Markthändler kann das schon anderswo von sich behaupten.

Quelle: RP
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