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Pempelfort/Wersten
Die Chemiker spielen Agatha Christie

Pempelfort/Wersten. Vor fünf Jahren gründete Nina Lange das Ensemble, das Klassiker inszeniert.

Weil Nina Lange, damals Studentin an der Heine-Uni, heute Sprecherzieherin, sich immer schon für das Theater interessierte, hatte sie 2012 die Idee, ein eigenes Ensemble zu gründen. "Ich wollte unbedingt Regie führen, und ich wollte gern ,Die Physiker' von Dürrenmatt inszenieren", erinnert sich die 27-Jährige. Also suchte sie im Freundeskreis nach theateraffinen Menschen. Schnell fand sich eine Gruppe von zwölf festen Mitgliedern, die seitdem gemeinsam regelmäßig Theaterstücke aufführt. Sie alle verbindet der Wunsch, mit ihren allgemein verständlichen, kreativen Interpretationen klassischer Stücke die Zuschauer zu begeistern. "Wir freuen uns, wenn wir mit unseren Aufführungen auch Menschen erreichen, die sonst eher nicht ins Theater gehen", sagt Andrea Freitag. Die 30-Jährige ist zuständig für Kostüme und Requisite, spielt selbstverständlich in allen Stücken mit. Bei der ersten Produktion, übrigens Dürrenmatts Physiker, war es gleich eine Hauptrolle.

Und weil das Ensemble einen Namen bekommen sollte, entschied man sich - angelehnt an die erste Inszenierung - für "Die Chemiker". Weitere Produktionen folgten, wie Goethes "Faust", Shakespeares "Hamlet" oder aktuell das Kriminalstück "Und dann gab's keines mehr" von Agatha Christie. Dafür hat sich die Regisseurin eine Besonderheit ausgedacht. Die Zuschauer dürfen per Abstimmung entscheiden, welches Ende das Stück nimmt. Überhaupt werden die Stücke immer mal wieder - im Rahmen des Erlaubten - leicht verändert. Rund vier bis sechs Monate braucht die Gruppe, bis ein neues Stück steht. Geprobt wird einmal wöchentlich im "Jugendzentrum im Hinterhof" in Wersten.

"Und dann gab's keines mehr" ist heute, 20 Uhr, Theatermuseum, Jägerhofstraße 1, zu sehen. Eintritt: acht Euro

(werth)
 
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