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Pempelfort/Stadtmitte
Ein Trompetenbaum für das Standesamt

Pempelfort/Stadtmitte. Neu entstandene Blickachsen bleiben im Hofgarten vielfach erhalten. Ein neuer Trampelpfad wird toleriert. Von Marc Ingel

In der Sitzung der Bezirksvertretung 1 stellte Gartendenkmalexperte Tobias Lauterbach die Maßnahmen für die in diesem Monat startende vorgezogene Pflanzsaison im nördlichen und östlichen Bereich des Hofgartens vor. Diese werden aus den mehr als drei Millionen Euro Spenden finanziert.

So soll im Norden eine neu entstandene Blickachse auf das Standesamt an der Inselstraße frei bleiben, auch die große Rasenfläche in diesem Bereich soll nicht angetastet werden. Dennoch werde man einige Gehölze nachpflanzen. Als optischer Höhepunkt werde ein Trompetenbaum in die Erde gesetzt, der nicht umsonst auch gerne als Hochzeitsbaum bezeichnet werde, so Lauterbach. "Den nutzen Frischvermählte gerne als Hintergrundmotiv für ihre Hochzeitsfotos."

Im östlichen Hofgarten zwischen Jacobistraße und Seufzerallee habe Pfingststurm Ela viele Schäden hinterlassen, führte der Denkmalexperte aus. Das von der Stadt beauftragte Büro Dittloff und Paschburg aus Hamburg orientiere sich bei seinen Planungen für den Hofgarten zwar an den Aufzeichnungen Maximilian Weyhes, wie Lauterbach betonte, dennoch werde auch in diesem Bereich nicht Eins zu Eins nachgepflanzt, neue entstandene Blickachsen würden gegebenenfalls beibehalten. Ein behutsamer Wiederaufbau mit Gehölzinseln soll dieses Bild abrunden. Den Trampelpfad, der sich quer über die Wiese verlaufend gebildet habe, werde man leicht versetzen und ihm einen S-förmigen Schwung geben. "Es würde keinen Sinn ergeben, diesen Pfad zu beseitigen, denn der Bedarf dafür ist offenbar vorhanden. Also tolerieren wir das", sagte Lauterbach.

Auch südlich von der Reitallee sehe es stellenweise ziemlich kahl aus, "hier kann man fast schon von einem vegetationslosen Acker sprechen", erklärte Lauterbach. Hier sei eine komplett neue Bepflanzung notwendig. Ursprünglich hätte es an dieser Stelle einmal eigenwillige, rasterförmig angelegte Buchenwäldchen gegeben, ein recht kurioses Alleinstellungsmerkmal für den Hofgarten.

Dort soll auch, Weyhe huldigend, behutsam rasterförmig nachgepflanzt werden, "allerdings sukzessive. Es wird viele Jahre dauern, bis der alte Zustand wieder erreicht ist", sagte Lauterbach.

Quelle: RP
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