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Pempelfort
Glückloser Einbrecher verurteilt

Pempelfort. Mit einem gestohlenen Tresor blieb er im Aufzug stecken und wurde gefasst.

Zu viele Zufälle sind einem 40-jährigen Dortmunder vor einem Jahr nachts an der Nordstraße passiert - gestern wurde ihm das zum Verhängnis. Denn eine Amtsrichterin glaubte nicht an seine fantastischen Abenteuer und verurteilte ihn als Einbrecher zu acht Monaten Bewährungsstrafe.

Der 40-Jährige hatte beteuert, nichts mit einem Safe zu tun gehabt zu haben, der seinerzeit nachts im Lift eines Hauses stecken geblieben war. Er habe dort nur einen Freund besucht, sei beim Heimgehen im Treppenhaus von fremden Männern verhauen worden, die ihm drei Finger gebrochen und ihn bewusstlos liegen gelassen hätten. Als die Polizisten, die Nachbarn seinerzeit wegen des Lärms gerufen hatten, ihn fanden, trug der Mann blutige Handschuhe, hatte ein Brecheisen und einen Jutesack mit 290 Euro Münzgeld dabei. Und in der zweiten Etage des Hauses fehlte der Tresor einer Bäcker-Firma, dessen Gewicht offenbar dafür gesorgt hatte, dass der Fahrstuhl steckenblieb. Der Angeklagte behauptete, er habe das Brecheisen der Schläger-Truppe und den Geldsack nur an sich genommen, just als die Polizisten kamen, und mit den Handschuhen habe er die Blutungen an seinen Händen stoppen wollen. Das erschien der Richterin gestern "völlig lebensfremd". Sie ging von einem "von langer Hand geplanten" Einbruch aus, der Angeklagte zähle für sie zu den Tätern. Bewährung bekam er, weil er nicht vorbestraft war.

(wuk)
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