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Pempelfort
Indisch kochen für Anfänger

Pempelfort: Indisch kochen für Anfänger
Barbara Funda und ihre Töchter Isabelle Ritter und Nathalie Funda lernen von Dozentin Fatima Sadal (von links) das Frittieren. FOTO: Young David
Pempelfort. Die internationalen Kochabende bei der VHS bieten viel Spaß und am Ende eine Menge leckeres Essen. Von Sarah Schneidereit

Eigentlich verreist Barbara Funda jedes Jahr mit ihren beiden erwachsenen Töchtern für ein paar Tage. Da sich dieses Jahr kein passender Termin gefunden hat, gehen sie diesmal auf eine kulinarische Reise: Die drei stehen in einer Lehrküche der Volkshochschule in Pempelfort und wagen sich mit neun anderen Kursteilnehmern an indisches Fingerfood heran. Geleitet wird der Kurs von Fatima Sadal, die selbst leidenschaftliche Köchin und Food-Bloggerin ist. "Ich hoffe, ihr habt alle viel Hunger mitgebracht", sagt sie zur Begrüßung. Aber: "Noch müsst ihr euch gedulden, wir essen erst in knapp drei Stunden."

Die Enttäuschung bei den Kochlehrlingen für einen Abend bleibt aber aus, schließlich sind sie ja zum Lernen hier. Die 50-jährige Barbara Funda und ihre Töchter sind schon gespannt auf den Einblick in die fremde Essenskultur. "Unter der Woche fehlen mir oft die Lust und die Zeit zum Kochen, aber am Wochenende mache ich das schon gerne. Wieso also nicht auch einmal indische Rezepte ausprobieren", meint Isabelle Ritter.

Bevor es ans eigentliche Kochen geht, erklärt Kursleiterin Sadal zunächst die Zutaten. "Das Wichtigste in der indischen Küche sind die Gewürze." Mit ein paar Gewürzen und Zwiebeln im Haus könne man eine ganze Mahlzeit zaubern. Beim Einkaufen solle man deshalb darauf achten, hochwertige Gewürze und frische Kräuter zu kaufen. "Die besten Zutaten findet man oft in asiatischen Feinkostläden oder in türkischen Supermärkten", verrät die Kochexpertin. Und noch einen Tipp hat sie für die Kursteilnehmer: "Je unschöner die Gewürze aussehen, desto besser sind sie oft. Das zeigt nämlich, dass sie nicht künstlich behandelt worden sind."

Nachdem die Zutaten bekannt sind, verteilt Sadal die Rezepte. Barbara und Nathalie Funda kümmern sich um den Teig für die Samosas, während Isabelle neben ihnen einen Kichererbsensalat anrührt und mit nach Pflaumen duftender Soße verfeinert. Der fertige Salat soll am Ende in kleinen Körbchen aus Filo-Teig serviert werden. "Die Teig-Körbe müssen frittiert sein. Inder sind nämlich große Fans von frittiertem Essen und allem, was ungesund ist", sagt Fatima Sadal lächelnd. Isabelle Ritter frittiert das erste Mal, schaut etwas skeptisch, als sie fast die ganze Flasche Öl in den Wok schütten soll. Dafür hat die 26-Jährige aber den Dreh schnell heraus, wie die Teigkörbchen am besten knusprig werden. Auch bei Mutter Barbara und Schwester Nathalie (27) läuft es gut. "Erst fand ich es schwer, die Teigtaschen zu formen. Aber sie werden besser", sagt Nathalie.

"Dass nicht immer alles auf Anhieb klappt, ist normal. Aber es gibt kaum Fehler, die sich nicht beheben lassen", weiß Sadal. Am Ende des Abends dürfen die Kochlehrlinge sich über das Fingerfood hermachen, die Reste nehmen sie in Plastikdosen mit nach Hause. Für Familie Funda steht fest, dass ab sofort öfter indisches Essen auf den Tisch kommen soll.

Quelle: RP
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