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Pempelfort
OSD schränkt Kontrollen am Kolpingplatz ein

Pempelfort. Es ist ein alltägliches Bild auf dem Kolpingplatz: Neben den vielen Kindern, die den Platz zum Spielen nutzen, haben auch einige Männer, die in der Nähe des Eingangs an der Mauerstraße in der Regel öffentlich Alkohol trinken, dort ihren Stammtreffpunkt. Vor diesem Hintergrund und nach einigen Beschwerden von Anwohnern fragte die CDU jetzt in der Bezirksvertretung 1 nach, ob es womöglich sogar schon Hinweise auf Drogenkonsum auf dem Kolpingplatz gegeben habe und aus diesem Grund in der Vergangenheit Platzverweise oder Aufenthaltsverbote ausgesprochen worden seien. Darüber hinaus wollten die Christdemokraten wissen, wie häufig der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) der Stadt den Platz kontrolliert.

Zwar würden sich in der Tat regelmäßig Personen auf dem Kolpingplatz aufhalten, die dort Alkohol konsumieren würden, Hinweise auf Drogenkonsum gebe es aber nicht, antwortete die Verwaltung. Platzverweise wegen störendem Alkoholgenuss hätten seit längerem nicht mehr ausgesprochen werden müssen, da sich die Männer auf dem Kolpingplatz an die "Spielregeln" halten würden. In 2015 seien nur einmal Personen aufgefordert worden, die Örtlichkeit zu verlassen, da der Bereich durch diese vermüllt worden sei. Nach Auskunft der Polizei seien auch keine Aufenthaltsverweise ausgesprochen worden. Der Kolpingplatz werde im Rahmen des täglichen Streifendienstes zudem nicht mehr in regelmäßigen Abständen durch die Dienstkräfte des OSD aufgesucht und kontrolliert, da sich die Situation vor Ort im Vergleich zu den Vorjahren aus ordnungsbehördlicher Sicht verbessert hätte. Im vergangenen Jahr seien beim OSD zwei Bürgerbeschwerden eingegangen, die jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Genuss von Alkohol gestanden hätten.

"Wir alle wollen vermeiden, dass der Kolpingplatz zu einer No-go-Area wird, und wenn die Verwaltung sagt, die Situation sei unproblematisch, akzeptieren wir das natürlich auch. Sollten die Beschwerden von Anwohnern jedoch zunehmen, müssen wir die Kontrollen sukzessive wieder erhöhen", sagt André Simon, der unlängst Dieter Arensmann als Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung 1 abgelöst hat.

(arc)
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