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Pempelfort
Perspektiven für die Kaiserstraße

Pempelfort. Nachdem der Aufzug für die U-Bahn-Station Nordstraße fast fertig ist, will die Stadt nun die Kaiserstraße mit eigenen Radfahrstreifen ausstatten. Das bedeutet zwangsläufig den Wegfall von jeweils einer Fahrspur für den Autoverkehr. Von Marc Ingel

Die Neugestaltung der Kaiserstraße im Zuge des Aufzugbaus für die U-Bahn-Station Nordstraße verlief für Anwohner wie Geschäftsleute nicht unbedingt befriedigend. Zwar neigen sich die Bauarbeiten, die eine gefühlte Ewigkeit angedauert haben, endlich dem Ende entgegen, ein Zugewinn an Lebens- und Aufenthaltsqualität ist aber (noch) nicht unbedingt erkennbar. Nach wie vor sind die Gehwege eng, wird schnell gefahren, wird auf Radfahrer wenig Rücksicht genommen, mussten Bäume gefällt werden und sind weitere Parkplätze verschwunden.

Mit Inbetriebnahme des mittig auf der Kaiserstraße zwischen den Straßenbahnschienen aus der Erde kommenden Aufzugs Ende des Monats beginnt eine neue Phase der Weiter- und Neuentwicklung von Kaiser- und der sich Richtung Norden anschließenden Fischerstraße. Ausschlaggebend dafür ist nicht zuletzt die Fertigstellung der für den Verkehr relevanten Bauarbeiten im Bereich des Kö-Bogens. Dem Ordnungs- und Verkehrsausschuss wurde in diesem Zusammenhang jetzt eine Informationsvorlage präsentiert, die die weiteren Planungen skizziert.

Wie bei vielen anderen Straßenzügen in Düsseldorf kommt die Verwaltung zu dem Schluss, dass jeweils zwei Fahrspuren zur Aufrechterhaltung des Verkehrsflusses ausreichen und allenfalls in Kreuzungsbereichen die Situation neu betrachtet werden muss. Schwierig könnte es bei der Ausfahrt aus dem Kö-Bögen-Tunnel in Richtung Norden werden, so der Ausschussvorsitzende Martin Volkenrath (SPD), da die Kreuzung mit Jägerhofstraße und Maximilian-Weyhe-Allee schon jetzt sehr belastet sei.

Priorität genießen bei der Neugestaltung der Kaiserstraße - wie soll es aktuell anders sein in dieser Stadt - die Radwege. Hierfür wurde bereits eine Vorplanung erstellt, die sich auf den Abschnitt zwischen Kennedydamm und Inselstraße beschränkt. "In vielen Abschnitten der Strecke ist es möglich und sinnvoll, Radfahrstreifen im bestehenden Straßenraum zu markieren. Im Abschnitt zwischen Kennedydamm und Klever Straße sind allerdings größere, auch bauliche Maßnahmen empfehlenswert", heißt es in der Vorlage. Der vorhandene, aber zu schmale Geh- und Radweg zwischen Kennedydamm und Klever Straße stadteinwärts soll verbreitert und auch getrennt werden, dafür würden größtenteils die Längsparkstreifen wegfallen. Eingriffe in den Golzheimer Friedhof sollen unbedingt vermieden werden. Bis zur Scheibenstraße könnte weiterhin der bestehende Radweg genutzt werden, der bis zur Inselstraße dann wieder auf die Straße geführt werde. Weiter Richtung Innenstadt würde es dann wie gehabt durch den Hofgarten gehen.

Stadtauswärts soll ein Radfahrstreifen zwischen Stern- und Nordstraße auf die Fahrbahn markiert werden, ebenso im weiteren Verlauf bis zur Klever Straße, wobei im Bereich zwischen Nord- und Venloer Straße der vorhandene Rad- dem Gehweg zugeschlagen werden könnte. Bis zur Kaiserswerther Straße schließlich, so die Planung, wäre der Bau eines neuen Radweges durch den kleinen Park denkbar.

Martin Volkenrath ist überzeugt, dass die Planung "im Grundsatz gut ist, es müsste nur endlich alles etwas schneller vorangehen". Weitere Details könnten nun in der Bürgerbeteiligung geklärt werden, spätestens zum Ende des Jahres sollte die endgültige Planung aber stehen.

Quelle: RP
 
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