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Pempelfort
Verlassene Orte in der Vintage-Fabrik

Pempelfort. Rafael-Michael Löbbert will mit seinen Fotos die Schönheit hinter bröckelnden Fassaden zeigen. Von Semiha Ünlü

Wenn Rafael-Michael Löbbert verwitterte Häuserfassaden oder verwaiste Industriehallen sieht, ist es um ihn geschehen. Der Düsseldorfer Facharzt für Neurologie und Psychiatrie sowie Sportmediziner, der eine Praxis am Carlsplatz betreibt, hat ein Faible für verlassene Orte und hat bei seinen USA- und Kanada-Reisen in den vergangenen acht Jahren viele Motive in Metropolen wie New York, Detroit, Seattle, Chicago, Toronto oder New Orleans in Schwarz-Weiß-Fotos festgehalten.

"Diese Architektur-Motive jenseits von Glanz und Glamour faszinieren mich. Hinter den bröckelnden Fassaden sieht man eine die Jahre überdauernde Schönheit", sagt Löbbert, der Sohn eines Architekten ist. Für seine Schwarz-Weiß-Fotos hat er in der Pempelforter Vintage-Fabrik den idealen Ausstellungsort gefunden, denn Geschäftsinhaberin Tabitha Gopp pflegt dort bekanntlich die Schönheit längst vergangener Zeiten und damit die Nostalgie. "Zusammen mit den Vintage-Möbeln aus den 20er bis 60er Jahren entfalten die Kunstwerke einen eigenen Charme und geben den Gebäuden das passende Interieur", meint die Geschäftsinhaberin, die schon mehrmals Künstler bei sich zu Gast hatte.

Ab kommendem Freitag, 19 Uhr, werden die Schwarz-Weiß-Momentaufnahmen an der Nordstraße 4 unter dem Motto "Timeless" präsentiert, darunter aufgegebene Wohn- und Industriehallen. Für den Mediziner ist es nicht die erste Ausstellung: In den vergangenen Jahren hat er bereits mehrfach in der Landeshauptstadt und auch in der Region seine Werke ausgestellt, zum Beispiel in der Galerie Art Unit und dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht.

Seine Vorliebe für Fotos in Schwarz-Weiß begründet Rafael-Michael Löbbert so: "Bei der Schwarz-Weiß-Fotografie erfolgt eine Reduktion auf klare Linien und Strukturen, die von dem Kontrast Licht und Schatten sowie den Abstufungen dazwischen lebt. Dadurch gelingt die Konzentration auf das Wesentliche."

Bei der Vernissage am kommenden Freitag ist der Künstler und Mediziner auch anwesend. Die Ausstellung an der Nordstraße 4 kann dann noch bis Freitag, 27. November, während der Geschäftszeiten besichtigt werden (montags bis freitags von 11 bis 14 und 15 bis 19.30 Uhr sowie samstags von 11 bis 17 Uhr).

Quelle: RP
 
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