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Rath
Arbeiter fällen 440 Bäume im Aaper Wald

Rath. Die 14 Meter breite Trasse, die für die Erneuerung einer Gasleitung im Aaper Wald benötigt wird, ist rechtzeitig vor Beginn der Vogelschutzzeit freigeschlagen worden. Dafür wurden die angekündigten 440 Bäume gefällt. "Die Zahl hat sich nicht erhöht", sagt Helmut Roloff, Sprecher der Firma Open Grid Europe (OGE), welche die Leitung betreibt. Damit haben sich die Befürchtungen vieler Bürger nicht erfüllt, dass noch mehr Bäume gefällt werden müssten, zumal erste Berechnungen der OGE von 650 Baumfällungen ausgegangen waren. Nach starken Protesten der Bürger und seitens der Politik konnte die Zahl der Fällung aber gesenkt werden.

Nun muss die Trasse freigeräumt werden, bevor dort eine Baustraße angelegt werden kann. Der Reitweg wurde dafür bereits vollständig gesperrt. Auf einer Länge von 2,5 Kilometern, zwischen der Straße am Bauenhaus und der Fahneburgstraße, sollen die alten Rohre aus dem Jahr 1930 entfernt und an gleicher Stelle neue Stahlrohre verlegt werden. Dafür wird der gesamte Trassenbereich mit einem Bauzaun gesichert. An vier Stellen werden aber Querungen in den Wald ermöglicht. Vorgesehen sind die Standorte an der Straße Am Bauenhaus, am Dachsbergweg, am Rather Stieg und am Schießstand. Wochentags ab 17 Uhr, wenn die Arbeiten ruhen, und die gesamten Wochenenden über wird die Baustraße aber immer für die Öffentlichkeit freigegeben. Nur ein Bauabschnitt von circa 400 Meter Länge, in dem zurzeit der Rohraustausch stattfindet, bleibt jeweils aus Sicherheitsgründen geschlossen. Diese zeitweilige Freigabe ist wichtig für die Bürger, denn der Wanderweg entlang der Gasleitung wird stark frequentiert. Im Gegensatz zu vielen anderen Wegen im Aaper Wald hat er auf weiten Strecken keine Steigung. Und er läuft in Sichtweite zu belebten Straßen, was vielen Benutzern ein Sicherheitsgefühl vermittelt. "Wir werden an den Zäunen Karten aushängen, die zeigen, welche Wege geöffnet sind und welche Umleitungen es gibt", so Roloff. Bis Ende November soll die neue Pipeline in Betrieb gehen und dann die wiederhergestellten Wege freigegeben werden. Die Aufforstung der Schneise ist ein Jahr später geplant. Allerdings wird die Schneise größer sein, da inzwischen gesetzlich ein freier Schutzstreifen von 5,70 Metern vorgeschrieben ist.

(brab)
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