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Rath
Bauhaus gibt Pläne für Fachmarkt auf

Rath. Obwohl die Politiker vor Ort gerne Einzelhandel an der Theodorstraße hätten, verfolgt die Verwaltung andere Ziele. Die Politiker fordern deshalb mehr Mitspracherecht. Von Julia Brabeck

Seit 15 Jahren versucht Bauhaus im Düsseldorfer Norden ein Fachzentrum zu gründen. Nun ist ein weiterer Anlauf gescheitert. Die Baumarkt-Kette hat die Verträge über ein 42.000 Quadratmeter großes Eckgrundstück zwischen Am Hülserhof, Zum Gut Heiligendonk und der Theodorstraße rückgängig gemacht. Das Areal gehört somit wieder dem Unternehmen Krieger Bau, welches aber auch schon angekündigt hat, sich von diesem Grundstück trennen zu wollen.

Der erste Versuch von Bauhaus an der Theodorstraße einen Fachmarkt zu bauen, wurde durch ein neues Landesgesetz verhindert. Später wurde ein reserviertes Grundstück an Schaffrath verkauft. Obwohl bei dem neuen Grundstück die Planungen weit fortgeschritten waren, zahlreiche Gespräche mit der Verwaltung und der Wirtschaftsförderung geführt und Gutachten erstellt wurden, erhielt Bauhaus bislang keine Zustimmung zu einer Bauvoranfrage. Der Grund ist, dass die Stadt inzwischen andere Planungsziele verfolgt und erwägt, große Flächen für Bürokomplexe für große Firmen frei zu halten. Ob Bauhaus nun einen weiteren Versuch im Düsseldorfer Norden starten oder ins Umland ausweichen wird, ist zurzeit offen. "Wir warten jetzt ab. Prinzipiell ist alles möglich", sagt Heinz-Dieter Konrad, Geschäftsführer von Bauhaus NRW.

"Wir bedauern es sehr, dass Bauhaus nun nicht nach Rath kommt und machen uns weiter für diesen Standort stark. Wir hatten uns eine Belebung des Gebietes und neue Kunden für den Stadtteil erhofft", sagt Birgit Schentek (CDU), stellvertretende Bezirksbürgermeisterin. Die Bezirksvertretung 6 hatte sich positiv für einen Baumarkt in Rath ausgesprochen und deshalb fraktionsübergreifend den Oberbürgermeister geschrieben, damit dieser das Vorhaben ermöglicht. Das Gremium will zudem künftig mehr an der Gestaltung rund um die Theodorstraße beteiligt wird. Sie fordern daher, dass die Verwaltung Planungen für anstehende Baumaßnahmen dem Gremium vorstellt und dieses an Planungsverfahren beteiligt, da das Gebiet rund um die Straße das Bild des Stadtteils über Jahrzehnte prägen wird. Laut Verwaltung liegen aber zurzeit keine Bauanträge oder Bauvoranfragen vor.

Im Bau befindet sich aber bereits ein Parkhaus in offener Bauweise mit rund 540 Stellplätzen an der Straße Zum Gut Heiligendonk. Mit der Fertigstellung wird im Juni gerechnet. Das Parkhaus soll überwiegend für die Mitarbeiter der benachbarten Firma Technip und für die Mitarbeiter weiterer Gebäude, die auf den umliegenden Freiflächen entstehen werden, dienen.

Umbauarbeiten in dem Bürogebäude Theodorstraße 297 laufen zurzeit für das jüdische Gymnasium. Die Schüler sollen dort solange unterrichtet werden, bis das Schulgebäude an der Borbeckerstraße, in dem noch bis Juni Flüchtlinge untergebracht sind, für den neuen Schulbetrieb hergerichtet wurde. Fallengelassen wurden die Pläne, auf einem Grundstück zwischen der Straßen Zum Gut Heiligendonk und der Theodorstraße eine Flüchtlingsunterkunft zu errichten. Dort wird zurzeit schon das neue Parkhaus gebaut.

Quelle: RP
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