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Rath
Ein Wohnviertel verändert sein Gesicht

Rath: Ein Wohnviertel verändert sein Gesicht
Die Wohnsiedlung an der Ecke Recklinghauser/Bochumer Straße soll komplett saniert werden. FOTO: Hans-Jürgen bauer
Rath. Eine Siedlung aus den 1950er Jahren in Rath wird modernisiert. Zudem wird auf die Gebäude noch ein weiteres Geschoss aufgesetzt. 103 Wohnungen entstehen. Von Julia Brabeck

Das Wohnquartier zwischen Bochumer-, Recklinghauser und Dortmunder Straße, das der Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft mbH gehört, wird saniert und umgebaut. Insgesamt werden dort bei verschiedenen Projekten 103 neue Wohnungen entstehen, und der alte Bestand mit 108 Wohnungen aus den 1950er Jahren wird modernisiert. Dazu gehört die Vergrößerung der Balkone, eine neue Fassadengestaltung inklusive neuer Vordächer, Treppenhausverglasung und Haustüren, sowie Fenster und neue Leitungen von der Heizzentrale zu den Häusern hin.

"In den Wohnungen selbst wird nichts verändert", sagt Alexander Büchner, Mitarbeiter der Wohnungsgesellschaft. Zwar würde die Miete dort später erhöht werden, "aber das moderat und sozialverträglich, denn wir wollen ja unsere Mieter behalten, die teilweise schon 50 Jahre dort leben. Für sie wird dafür die Wohnsituation aufgewertet." Die Heizkosten würden durch die neuen Fenster und Leitungen gesenkt.

An fünf der sechs bestehenden Gebäuderiegel werden Mehrfamilienhäuser angebaut, die Aufzüge erhalten und damit barrierefrei sind. Dafür werden einige der Mieter Einschränkungen hinnehmen müssen, da bei den Wohnungen am Ende der Gebäudereihe Seitenfenster zugemauert werden müssen. "Wir führen mit diesen Mietern persönliche Gespräche und sie erhalten dafür ja größere Balkone. Licht ist ausreichend in allen Wohnungen vorhanden", sagt Büchner.

Die bestehenden dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern werden außerdem um eine weitere Etage aufgestockt. Dafür werden die Gebäude komplett eingerüstet. Unter einem provisorischen Dach wird dann das bestehende Dach abgerissen, das zusätzliche Geschoss hochgezogen und mit einem neuen Dach versehen. "Wir finden es positiv, dass so neue Wohnungen entstehen und hätten auch eine Aufstockung um zwei Etagen mitgetragen, denn das würde auch noch zum Umfeld passen", sagt Peter Rasp, Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bezirksvertretung 6.

Die Aachener plant außerdem den Garagenhof an der Ecke Bochumer-/Recklinghauser Straße abzureißen und dort ein sechsgeschossiges Wohnhaus zu errichten, in dessen Untergeschoss und Erdgeschoss eine Garage mit 72 Stellplätzen für die Bewohner der Siedlung eingerichtet wird. "Damit können wir das Quartier weiterhin autofrei gestalten", sagt Architekt Peter Sarach. Alle Arbeiten, auch der Neubau, sollen nach Möglichkeit parallel verlaufen, damit die Bewohner so kurz wie möglich beeinträchtigt werden. Der Bauantrag wurde nach intensiven Gesprächen mit der Verwaltung bereits im Dezember gestellt. "Wir hoffen, die Baugenehmigung im Herbst zu erhalten, und wollen Anfang 2017 loslegen", sagt Sarach.

Im Anschluss an die Arbeiten, für die eine zweistellige Millionensumme veranschlagt wird, werden die Außenanlagen komplett neu gestaltet. Außerdem soll dann das benachbarte Hochhaus, welches ebenfalls zum Bestand der Aachener Wohnungsgesellschaft gehört, eine neue Fassadengestaltung erhalten. "Das wirkt sonst wie ein Fremdkörper. Wie die neue Fassade dann aussehen wird, steht aber noch nicht fest.", sagt Sarach.

Quelle: RP
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